Fahrt in Hohenlimburgs Partnerstadt Liévin

Anfang April 2017 war es wieder soweit:
Die alljährliche Fahrt in Hohenlimburgs Partnerstadt Liévin stand bevor. Nach vielen Erzählungen älterer Schüler, mehreren Informationsveranstaltungen und einer längeren Auswahlphase war die Vorfreude bei allen teilnehmenden Schülern und Schülerinnen der neunten Klasse riesig groß. Man kann sich also gut vorstellen, mit wie viel Interesse und Neugier alle am Montagmorgen in den Bus Richtung Frankreich stiegen. Als die sechsstündige Busfahrt überstanden war und die Zimmer in der Herberge, einem bekannten Sportinternat im Norden Frankreichs, verteilt und bezogen wurden, erkundeten wir die Stadt und vor allem den riesigen Supermarkt, über den wir schon vor der Fahrt viel gehört hatten. Trotzdem wurden wir von dem großen Angebot und den rollschulfahrenden Mitarbeitern überrascht. Abends bereiteten wir noch den anstehenden Schultag an einem nahegelegenen Lycee (eine Art Gymnasium, wo nur die Oberstufe unterrichtet wird) vor, welches wir am nächsten Tag besuchten. Dort haben wir deutschlernende Schüler und Schülerinnen kennengelernt, uns mit ihnen unterhalten (auf deutsch und französisch) und neue Kontakte geknüpft. Durch sie und die Deutsch-Stunde, an der wir teilnehmen durften, konnten wir erfahren, wie schwer es für ausländische Personen ist, die deutsche Sprache zu lernen und wie schwer es auch für uns deutsche Jugendliche sein kann, das alltägliche Französisch zu verstehen, weswegen man sich gelegentlich mit seinen Englischkenntnissen aushelfen musste. Natürlich durfte auch eine Tour über das Gelände der Schule nicht fehlen, die uns die Vielfalt der unterrichteten Fächer und die Größe der Anlage vor Augen führte. Nach dem Abendessen schauten wir uns gemeinsam einen französischen Film über eine taubstumme Familie an, in dem unter anderem die auch in Deutschland bekannte Sängerin Louane mitspielt. Mittwochs besichtigten wir morgens einen ehemals deutschen Bunker nahe der französischen Küste, wo man sich mehrere informative Filme über den zweiten Weltkrieg und eine Ausstellung zu Raketen ansehen konnte. Weil wir einen überaus lehrreichen Start in den Tag hatten, konnten wir uns am Nachmittag am schönen Strand von Calais entspannen. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, weswegen die meisten die Zeit nutzten, um die schöne Landschaft und die lustigen Momente mit den Mitschülern, die immer mehr zu Freunden wurden, fotografisch festzuhalten. Am Abend bereiteten wir uns in Kleingruppen auf eine Umfrage in der Großstadt Lille vor, die wir am folgenden Tag durchführten. Dabei verhielten sich manche aufgrund der Sprachbarriere etwas ängstlich, was nach kurzer Zeit aber schnell verflog, weil man durch den direkten Kontakt zu den Passanten und der Spontanität immer lockerer und offener wurde. Deswegen hatten wir die Umfrage schnell erledigt und gute Ergebnisse gesammelt. Die restliche Zeit konnten wir zum ausgiebigen Shoppen in den großen Einkaufszentren nutzen, wobei sich die meisten Mädchen noch ein paar mehr Stunden wünschten, die Jungs aber auch mit weniger Zeit ausgekommen wären. Der Abend stand uns zur freien Verfügung, also trafen sich Freunde, um die Reise Revue passieren zu lassen und auch das Mau-Mau-Spiel zwischen den Lehrern, dem Busfahrer und den Schülern und Schülerinnen machte stets viel Spaß. Am Freitag fuhren wir etwas erschöpft, aber trotzdem sehr glücklich, mit etwas volleren Koffern und neu gesammelten Erfahrungen zurück nach Hohenlimburg und in die Osterferien. Durch die abwechslungsreichen fünf Tage konnten wir unser Französisch auf die Probe stellen, die Stadt und das Land etwas genauer kennenlernen, uns mit der Kultur auseinandersetzen, neue Freunde finden und Kontakte knüpfen und vor allem gemeinsam eine tolle, unvergessliche Zeit in Liévin verbringen, von der wir sicherlich noch lange erzählen werden.
(Nele und Birte, 9c)

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