Exkursion in das Schokoladenmuseum

Eigentlich ist ja überall bekannt, dass Schokolade (wenn überhaupt) nur gut für die Psyche ist, aber sonst nicht wirklich viel mit ausgewogener und bewusster Ernährung zu tun hat. Während einer eintägigen Exkursion in das Kölner Schokoladenmuseum konnten wir, der Ernährungslehrekurs der neunten Klasse, erfahren, wie viel Gesundheit und vor allem Nachhaltigkeit wirklich in Schokolade steckt.

Bei einer ausführlichen Recherche in der letzten Unterrichtsstunde vor dem Ausflug konnten wir Schüler und Schülerinnen bereits einen ersten Einblick in die Geschichte der beliebten Süßigkeit gewinnen, weswegen wir perfekt für unsere Führung zum Thema Nachhaltigkeit vorbereitet waren.
Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Rheins kamen wir am Museum an, wo wir direkt in Empfang genommen wurden. Gestartet wurde mit einem kleinen Vortrag über die Herkunft der Kakaobohnen, die für die deutsche Schokolade verwertet werden, und wurden in Kenntnis gesetzt, wie stark die Löhne der Kakaobauern variieren und welche Siegel gerechte Gehälter versprechen. Uns wurde präsentiert, wie eine Kakaobohne aussieht, welche Eigenschaften die Frucht hat und dass sie in den Tropen nahe des Äquators angebaut wird, da es dort keine Jahreszeiten gibt, und sie deswegen das ganze Jahr reifen und geerntet werden kann. Dies ist auch von höchster Wichtigkeit, da ein Deutscher im Durchschnitt 10 Kilogramm Schokolade pro Jahr verzehrt, was uns meistens in die Top Five der Länder mit dem höchsten Schokoladenkonsum bringt, die Schweizer mit jährlich ca. 14 Kilogramm aber nicht überbietet. Wir alle sind also wahre „Chocoholics“. Im internationalen Vergleich wird die Süßigkeit am meisten in Europa und Nordamerika genossen.
Unsere Gruppe durfte selbstverständlich auch viel essen. Im Fokus stand der lange Weg von einer Kakaobohne zum fertigen Stück Schokolade, weswegen wir die Frucht an sich, Kakaobutter, Schokolade ohne Zucker und Schokolade ohne Milch probieren durften. Das meiste schmeckte sehr fremd und ungewohnt, wodurch wir nur erahnen konnten, wie viel Arbeit es bedarf, um von der Ernte bis zu dem Endprodukt in den Supermärkten zu gelangen. Diesen Prozess konnten wir uns später auch anschauen und sehen, wie organisiert die Herstellung abläuft und wie viele verschiedene und komplexe Maschinen benötigt werden.

Schokoladenmuseum Köln

Der Ernährungslehre Kurs der Stufe 9 beim Besuch des Schokoladenmuseums.


Die letzten Minuten unseres Besuchs führte die Gruppe in einen Raum mit einer großen Weltkarte, wo uns im Detail erklärt wurde, wie die Schokolade erfunden wurde und wie sie vor Tausenden von Jahren behandelt wurde. Dabei wurde verdeutlicht, wie international die Süßigkeit ist, weil der Begriff „Schokolade“ in fast jeder Sprache gleich ist und man ihn in jeder Nation verwenden kann, da er sofort wiedererkannt wird. Dies bot einen gelungenen Abschluss für eine interessante und lehrreiche Führung, nach der wir noch freien Aufenthalt in Kölns Innenstadt hatten, bevor wir wieder zurück nach Hohenlimburg fuhren. An diesen eindrucksvollen Tag denken wir bei jedem Stück Schokolade gerne zurück.
(Nele Blümel, 9c)

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