St. Jakob 2018: EF erlebt Ski-Eldorado auf 2500 Metern Höhe

Wenn Piccachu den „Zauberwald“ unsicher macht

Greenlionz-Redaktion

Es ist kalt. Bitterkalt. Bis zu – 22 Grad Celsius. Bäume, Straßen und Zöpfe sind überzogen von Eiskristallen und aus der Ferne ist ein leises „Die dicke Anna sitzt im Boot“ zu hören. Jener Après-Ski-Hit, der noch unzählige Male für ausgelassene Stimmung während der traditionellen Skifreizeit des Gymnasiums Hohenlimburg sorgen sollte.

Rund 12 Stunden dauerten Hin- und Rückfahrt. Was die 106 Schülerinnen und Schüler in der aufgehenden Sonne Osttirols jedoch erblickten, ließ den Stress der Hinfahrt schnell vergessen. Die Unterkunft „Haus Moos“ liegt auf 1400 Metern über dem Meeresspiegel inmitten einer wundervoll verträumten Schneelandschaft. Mehr als ein Meter Schnee lagen
bereits im Tal. Auf den Bergen waren es annähernd drei Meter.
Für viele Schülerinnen und Schüler war dies ein ganz neuer Anblick, hatten sie doch zuvor vom Alpenpanorama maximal Geschichten gehört oder Bilder gesehen. Noch am gleichen Tag wurde das Material geliehen, ehe das Abendessen rief und die meisten in ihren Betten versanken.

Am kommenden Tag hieß es dann: „Der Berg ruft!“ Aufgeteilt in Kleingruppen und begleitet von neuen hochmotivierten Kolleginnen und Kollegen ging es auf die Piste. Die Anfänger zogen auf den blauen, im Tal gelegenen Pisten ihre Kreise und erwarben schnell erste Lift- und Carvingkompetenzen. Für die Profis ging es schnell ins Gelände. Fahrtenleiter „Pit“ Fröhlich, der einmal mehr für eine perfekte Organisation gesorgt hatte, sauste mit den erfahrenen Skifahrern von der blauen über die rote bis hin zur schwarzen Piste. Man nahm die Gruppe eher als rasanten Schatten wahr, der zwischen den Bergwipfeln umherwedelte.
Auch die Anfänger und Fortgeschrittenen zeigten schnell Fortschritte. Nach den ersten Erfolgserlebnissen stieg der Mut und viele Schülerinnen und Schüler merkten, dass der Schneesport eine wirklich spaßige Angelegenheit ist. „Ich würde gerne länger bleiben!“. „Schade, dass bei mir zuhause niemand Ski fährt. Ich würde nächstes Jahr sofort wieder fahren“, lauteten einige Stimmen der Mitgereisten.
Auf der Brunnalm gab es stets ein zünftiges Mittagessen, das die letzten Kraftreserven mobilisierte, um im Nachmittagsbereich noch einmal den Berg zu bezwingen. Im Vordergrund stand stets der Spaßfaktor. Bereits die Aufwärmübungen sorgten bei Lehrern und Schülern für beste Stimmung. Wann sieht man schon, dass sich Frau Orth als Eichhörnchen um den Baum Kolodziej windet ohne den Boden zu berühren. Auch der Rosenmontag wurde gebührend gefeiert. So flitzten auch einige Kollegen samt Schülerinnen und Schülern in bunten Kostümen über die schneeweißen Hänge, was mitunter für staunende Blicke sorgte.

Großes Lob gilt vor allem der Stufe selbst. Denn mit wenigen Ausnahmen haben sich die Schülerinnen und Schüler von ihrer besten Seite gezeigt. Gefahrensituationen auf der Piste wurde routiniert begegnet. Der Zusammenhalt war über die Maßen groß. Insbesondere dann, wenn es darum ging, gestürzten Fahrern zu helfen. „Die Schülerinnen und Schüler haben sich vorbildlich verhalten. Das war nicht immer selbstverständlich, sodass ich allen ein großes Lob aussprechen muss“, versicherte „Pit“ Fröhlich, der voller Vorfreude auf das kommende Jahr blickt.

Zurück in der Heimat feierten sich die Schülerinnen und Schüler in den beiden großen Pausen und sorgten mit ihren Tanzeinlagen für ein prall gefülltes Forum.

 

 

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