Gymnasium stellt sich gegen Rassismus

„Titel ist keine Auszeichnung sondern eine Verpflichtung“

Von Laura Bergmann und Georgios Charalampidis

Schule ohne Rassismus

Am Donnerstag wurde dem Gymnasium Hohenlimburg offiziell der Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ verliehen.
Unsere Schulband hat zur Eröffnung der Verleihung das Lied ,,We are the world“ gespielt. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer wohnten der Feierstunde bei. Im Anschluss begrüßte auch unsere Schulleiterin, Britta Auerbach, die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, sowie die geladenen Gäste. Unter anderem waren René Röspel (MdB SPD und Projektpate) sowie unser Bezirksbürgermeister Hermann Josef Voss  anwesend. Ebenso war Sevgi Kahraman-Brust, Vertreterin des kommunalen Integrationszentrums Kreis Unna, sowie Anja Schabe, Vertreterin des kommunalen Integrationszentrums Hagen präsent. Außerdem kamen die Schulpflegschaftsvorsitzende Iris Mönkemöller sowie Vertreter der heimischen Presse.
Nachdem Frau Auerbach die Begrüßung gehalten hatte, kam Herr Röspel zu Wort. Er ist der Meinung, dass das Tragen dieses Titels kein Grund dafür ist, sich zurück zu lehnen und zu sagen, wir sind eine Schule ohne Rassismus. Es ist ein Zeichen dafür, dass Schüler Initiative ergreifen sollen, um diese Schule antirassistisch zu machen. Außerdem sagte er, dass dies erreicht werden könne mit Hilfe von Courage und Toleranz gegenbenüber Mitschülern und Lehrern.
Anschließend sprach der Bezirksbürgermeister. Er betonte in seiner Rede, dass Diskriminierung genauso wie Rassismus nicht gut wären und brachte ein Beispiel, welches sich vor 5 Jahren an der Realschule ereignete. Dabei sollten die Realschule und die Hauptschule zu einer Sekundarschule zusammengelegt werden. Allerdings meinte eine 14 jährige Realschülerin unter wesentlichem Applaus: „Ich ekel mich vor Schülern aus der Hauptschule, mit denen möchte ich nicht gemeinsam Pause auf dem Schulhof machen!“ Die Tatsache, dass diesem Statement damals niemand widersprochen hatte, bestürzte den Kommunalpolitiker, der damit aufzeigte, dass Courage etwas sei, was unserer Gesellschaft häufig fehle.
,,Solche Diskriminierungen sind Ekel erregend und abstoßend. Und sie werden sich festsetzen, wenn niemand widerspricht.“
Somit müssen wir mit Courage handeln, damit wir unseren Titel verdienen, sodass er nicht nur ein Schild mit leeren Versprechungen ist.
Die beiden Politiker standen den Fragen der Schülerzeitung Rede- und Antwort. Ein ausführlicher Bericht folgt.

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