Schüler fragen, Politiker Antworten

René Röspel (MdB) und Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss zum Thema Rassismus

Von Laura Bergmann und Georgios Charalampidis

Schule ohne Rassismus. Und jetzt? Was heißt das? Warum ist der Titel wichtig? Wozu verpflichten wir uns und welchen bundesweiten Stellenwert hat Schule in diesem Kontext? Viele Fragen verlangen viele Antworten. Daher haben wir mit Bundestagsmitglied René Röspel und Bezirksbürgermeister Hermann Josef Voss über die Bedeutung des Titels gesprochen.

Interview mit René Röspel:
 Inwiefern nimmt das Problem Rassismus bundesweit zu?

„Ich glaube, dass es auch einen Eingang ins Parlament gefunden hat, weil wir mit der AFD im Deutschen Bundestag eine Partei haben, die auch rassistisch in Plenardebatten rein ruft. Das ist unerträglich und zeigt, dass wir wirklich auf allen Ebenen gegen Rassismus arbeiten sollten.“

Was würden sie jedem Menschen in Deutschland empfehlen, dass er gegen solche Personen tun sollte?

„Erfahrungen mit anderen Menschen, ist meiner Meinung nach, das wichtigste. Viele haben noch nie einen Flüchtling gesehen, behaupte ich, reden trotz alledem falsch über sie. Weiterhin tauchen auf der anderen Seite Probleme auf, die sehr häufig mit Zuwanderung oder auf Flüchtlinge geschoben werden. Ganz oft wird gesagt, dass die Städte dreckiger werden, aufgrund der Flüchtlinge und, dass diese uns die Arbeitsplätze nehmen. Mit diesen Vorurteilen müssen wir umgehen können und Menschen darüber aufklären, dass diese nicht stimmen.“

Hatten Sie selbst in Ihrer Schulzeit Probleme mit Rassismus und Diskriminierung?

„Damals, als ich noch zur Schule ging, gab es erstmals keine Probleme die ich selber mitbekommen habe, zumindest auf der damaligen Realschule in Oberhagen. Danach, als ich auf die gymnasiale Oberstufe in Hohenlimburg wechselte, merkte ich, dass es viele Komplikationen zwischen den Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen gab, die man nicht als Rassismus reflektierte, diese jedoch der Fall waren.“

 

Interview mit Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss:
Was für eine Bedeutung hat diese Auszeichnung für den Stadtteil Hohenlimburg?

„Natürlich verleiht diese Auszeichnung diesem Stadtteil einen guten Ruf, wie man auch sehen kann, wird dieser durch zahlreiche Austauschprogramme durch das Gymnasium Hohenlimburg besser gepflegt und es macht mich überaus stolz Bürgermeister eines solchen Bezirks zu sein. Wie man sehen kann, ist das Gymnasium Hohenlimburg die erste Schule in Hagen, die sich diesen Titel angeeignet hat.“

Was könnte man denn machen, damit Hohenlimburg aufmerksam auf dieses Thema gemacht wird?

„Der Stadtteil Hohenlimburg muss nicht unbedingt aufmerksam gemacht auf diese Probleme werden, denn wir haben einige Probleme mit Zuwanderern, zum Beispiel mit dem Islam, aber wir haben hier in Hohenlimburg auch einige Einrichtungen,  die ein intensives Gespräch mit den Moscheen in Hohenlimburg durchführen. Das ist ein Arbeitskreis der evangelischen Kirche, der heißt Zipp, christlich islamische Begegnung, da bin ich auch drin. Wir haben regelmäßig Gespräche mit solchen Menschen, die normalerweise auch kein Deutsch sprechen, was natürlich schlimm ist, wo dran dann aber gearbeitet wird.“

Hatten Sie selbst in Ihrer Schulzeit Probleme mit Rassismus und Diskriminierung?

„Bei uns war das so, dass wir damals Zuwanderer aus dem Osten hatten. Diese sich jedoch viel schneller integrierten, aus dem Grund, dass sie eine Vielfalt von Berufen besuchten. Zum Beispiel waren viele Ärzte oder Rechtsanwälte und die Zuwanderer aus dem Osten besaßen die Fähigkeit unsere Sprache zu sprechen, sodass wir mit den kommunizieren konnten. Auch das Integrieren heute, weist das Problem auf, dass die meisten gar nicht unsere Sprache sprechen können und, dass es ihnen viel schwieriger fällt sich mit uns zu unterhalten. Ebenso sich überhaupt zu integrieren, denn Sprechen, wofür man die Sprache braucht, ist das wichtigste, um sich integrieren zu können. Zudem haben die meisten Flüchtlinge auch keinen festen Beruf, d.h.sie sind nicht gebildet wie wir. Sie fangen hier sozusagen ein neues Leben und müssen arbeiten. Dabei müssen sie Fleiß zeigen, um wirklich anerkannt zu werden.“

 

Und um dies zu erreichen, arbeiten wir tatkräftig an unserem Titel, damit dieser sich an unserer Schule bemerkbar macht.

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