Cafeteria, Pommes essen, Kaffee trinken oder doch kopieren?

Was unserer Lehrer in ihren Freistunden so treiben

Was wir Schüler und Schülerinnen in unseren Freistunden machen, ist allseits bekannt: sich mit Freunden in der Cafeteria ausruhen, lachen und sich vom Unterricht erholen und bei jeder Gelegenheit Pizza, Pommes und Döner essen. Bei den Lehrkräften sieht das natürlich ganz anders aus, weshalb wir eine Umfrage starteten und uns das Ziel setzten, ans Licht zu bringen, wie Lehrer ihre Freistunden, oder –wie wir später lernten- Springstunden verbringen.  

Zuerst wollten wir wissen, wie viele Springstunden die Lehrer im Durchschnitt pro Woche haben. Dabei ergab sich eine Bandbreite an Antworten, da die Anzahl der Freistunden je nach Lehrer und eventueller Tätigkeiten neben dem Unterricht, die trotzdem noch die Schule betreffen, variiert.
Zwölf der 34 LehrerInnen haben vier Freistunden. Eine Person hat sogar sieben Freistunden in der Woche und die wenigsten Freistunden, nämlich zwei pro Woche, haben insgesamt acht der LehrerInnen. Die anderen 13 liegen im Mittelfeld von drei bis sechs Stunden Freizeit wöchentlich.
Natürlich spielen aber auch Vertretungsstunden, die manchmal im Voraus geplant werden, gelegentlich aber auch relativ spontan zu Stande kommen, eine große Rolle bei der Einteilung von Freistunden.  

Die darauf folgende Frage lautete, wann die Freistunden am liebsten gesetzt werden.
Die meisten LehrerInnen haben ihre Freistunden gerne vormittags oder generell in der Mitte des Schultages, um –so wie wir Schüler und Schülerinnen es auch gerne mögen- eine kleine Pause zu haben, bevor der reguläre Unterricht weitergeht. Es gab aber auch eine Person, die die Freistunden gerne nachmittags hätte. Ein Großteil der Befragten war es auch egal, weil Freistunden lediglich einen kleinen Teil ihrer gesamten Arbeitszeit einnehmen, weshalb sie mit der derzeitigen Situation zufrieden sind.

Abe nun zum Teil, der uns alle brennend interessiert: Wofür nutzen die Lehrer ihre Freistunden und was machen sie?
Der Großteil der Befragten antwortete, dass sie Gespräche führen. Seien es Beratungs- oder Elterngespräche, Unterhaltungen mit ihren Kollegen oder auch mit Schülern. Oft hörten wir auch, dass Unterrichtsstunden vor- oder nachbereitet werden. Ein Lehrer gab uns eine genauere Auskunft: „Das heißt zum Beispiel Noten aufschreiben, wenn Referate gehalten wurden oder Sonstige-Mitarbeitsnoten geben etc.“
Es gibt aber auch sehr viele LehrerInnen, die sich in den Kopierraum zurückziehen, um sich um Unterrichtsmaterial zu kümmern. Des Weiteren wurden Einkaufen im Supermarkt, Lesen oder auch Relaxen, aber auch Korrigieren, bei Bedarf Vertretung geben, Fachräume aufräumen und natürlich Kaffeetrinken als Beschäftigung während freier Zeit in der Schule genannt.

Natürlich wollten wir aber auch wissen, ob Lehrkräfte auch die Essensangebote in der Umgebung nutzen, so wie ein Großteil der Schülerschaft es gerne tut.
Dreizehn der Befragten antworteten mit „Ja“ und 21 mit „Nein“. Natürlich interessierte uns auch, wohin es die Lehrerinnen und Lehrer in den Freistunden treibt. Die meisten, die mit „Ja“ geantwortet hatten, gehen einfach in den Supermarkt oder in die Bäckerei, um sich eben schnell eine Kleinigkeit zu kaufen. Allerdings gehen auch einige in die nahegelegenen Imbissbuden. Um aber nicht die hauseigene Cafeteria zu vergessen, wird diese auch immer gerne von den LehrerInnen, sowie von den Schülern, aufgesucht.

Da wurden wir natürlich neugierig und hakten nach, was sich denn in solchen Fällen am liebsten in der Cafeteria gekauft wird.
Drei der befragten Personen meinten, dass sie die Cafeteria meiden würden, da diese nicht wirklich ein Angebot an gesundem Essen vertritt. Für diejenigen, die in die Cafeteria gehen, sind belegte Brötchen, sowie Kaffee gern gesehen, direkt gefolgt von Süßigkeiten und Salat. Jedoch kommen zum Beispiel kalte Getränke und Brezeln nicht so gut bei den LehrerInnen an.

Weil wir uns oft mit unserem wöchentlichen „Essens-Budget“ auseinandersetzen, dass wir in unseren Freistunden ausgeben dürfen, fragten wir nach, ob auch LehrerInnen sich damit beschäftigen und sich einteilen, wie viel Geld sie in ihren Springstunden für Essen bezahlen.
Neun der Befragten konnten leider keine genauen Angaben machen, da sie ihre Ausgaben nicht so akribisch nachhalten. Aber die Hälfte der LehrerInnen gibt max. zwei Euro pro Woche aus. Fünf der befragten Personen meinten sogar, dass sie kein Geld ausgeben, und eigene Verpflegung mit in die Schule nehmen  würden. Die restlichen sieben Personen waren mit zwei bis max. vier Euro pro Woche im „Mittelfeld“.

Zuletzt fragten wir, ob auch die Lehrer und Lehrerinnen manchmal lieber die Freistunden ausfallen lassen und dafür unterrichten würden, um schneller zu Hause zu sein, da es einem Großteil der Schülerschaft ja oft so geht.
Zehn Personen konnten sich gar nicht entscheiden. Sie waren der Meinung, dass es auf den Tag ankäme und dann am liebsten spontan entscheiden würden, ob sie eher nach Hause fahren oder doch noch eine ruhige Pause vor den Schulstunden wollen. Der Rest der LehrerInnen sind sich jedoch sicher und würden einen früheren Feierabend präferieren, also den Unterricht vorschieben und Springstunden, die nicht genutzt werden, wegfallen lassen. Letzteres stimmt vermutlich auch mit der Meinung der meisten SchülerInnen überein. Es gibt aber auch sechs Personen, die eine extra Freistunde haben wollen, um zwischendurch eine kleine Erholungsphase zu haben, wobei auch zehn der Befragten genauso  zufrieden sind, wie es gerade ist. 

Greenlionz