Mein Girl´s Day an der Technischen Universität Dortmund

Erfahrungen einer Schülerin der Jahrgangsstufe 8

Von Diana Laschewski – Der Girl´s Day begann für mich im Rudolf-Chaudoire-Pavillion der TU Dortmund. Im Eingangsbereich erhielten wir zuerst Namensschilder und Taschen mit allen möglichen Informationsheftchen und Flyern der Universität. Es dauerte nicht lange, bis die Begrüßung begann und es in dem großen Saal, in dem sich vermutlich hunderte von Mädchen befanden, still wurde.

Der Ablauf des Tages wurde uns sofort transparent gemacht. Zu allererst stellte sich die Organisatorin, die uns schon häufiger per E-Mail persönlich kontaktiert hatte, vor und erklärte uns den Tagesablauf recht detailreich. Nach einigen Präsentationen, in denen wir umfangreich über das Universitätsleben und Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten an der TU unterrichtet wurden, wurden wir in Gruppen eingeteilt. Diese entsprachen dann schon den Workshops, für die wir uns zuvor eingeschrieben hatten. Mein Workshop „Vom Urknall bis zum Laser-Alltag einer Physikerin“ fand auf dem Nordcampus statt. Andere Gruppen fuhren beispielsweise in eine Schokoladenfabrik (Statistik).

Unsere Gruppe bestand aus ca. 20 Mädchen, begleitet wurden wir von Studentinnen, die gerade ihren Master oder ihren Doktor machten. Nun ging es mit der H-Bahn (Schwebebahn) vom Süd- zum Nordcampus.

Der zweistündige Workshop begann mit einer Einführung zum Thema Physik. Im Anschluss daran teilte man uns nochmals in Kleingruppen zu je vier Personen auf. Mit jeweils drei Studentinnen machten wir uns in diesen Kleingruppen auf, um die Welt der Physik zu erkunden.

Als erstes gewährte man uns einen Einblick in den Alltag einer theoretischen Physikerin. Dazu erklärte uns eine angehende Teilchenphysikerin ihre Arbeit. Wir durften stets Fragen stellen, die uns allesamt ausführlich beantwortet wurden, und uns bei kleineren, extra für uns zusammengestellten, Aufgaben beteiligen.

Später wurden wir durch Physiklabore geführt. So besichtigten wir das Laserlabor, wo uns eine zukünftige Doktorandin in ihre Arbeit einwies. Wir lernten die unterschiedlichen Funktionen und Anwendungsgebiete des Lasers kennen und durften ein kleines Experiment mit Lasern, Spiegeln und Blenden durchführen.

Anschließend, in einem anderen Labor, erklärte man uns, wie Silicium bei großer Hitze im Vakuum präpariert wird und was man mit welchen Mikroskopen machen kann. Es folgte eine kurze Führung durch den Kabinettflügel, wo die Professoren ihre Räumlichkeiten hatten. Wir erfuhren etwas darüber, wie Physiker an ihren Projekten arbeiten und welche Möglichkeiten es für sie gibt, um an ausländische Forschungsstationen zu reisen.

Für ein abschließendes Experiment zogen wir besonders dicke Handschuhe an, denn wir arbeiteten mit flüssigem Stickstoff, der eine Temperatur von unter -190 °C hatte. Wir hielten weiße Rosen in den mit dem Stickstoff gefüllten Behälter und zerschmetterten sie anschließend auf dem Boden, sodass sie in „Scherben“ zersprangen.

Zuletzt aßen wir mit den ca. 5000 Studenten, die hier täglich in die Mensa kommen, zu Mittag. Dafür haben wir sogar einen Essensgutschein erhalten.

Schließlich ging es mit der H-Bahn zurück zum Südcampus und nach einer kurzen Reflexion und Verabschiedung war der Girl´s Day auch schon vorbei.

Abschließend kann ich sagen, dass mir diese Art von Praktikum sehr gut gefallen hat und dass ich froh bin, mich gerade bei der TU angemeldet zu haben, wo alles ganz besonders professionell und organisiert ablief. Und egal, in welchem Ausmaß der Girl´s Day zu meinem Zukunftsbild beigetragen hat, so hat er es auf alle Fälle verändert.

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