Chinaaustausch 2018

Tagebuch zum Gegenbesuch der chinesischen Partnerschule

Nun ist es schon drei Monate her, seit dem die deutschen Schülerinnen und Schüler aus China wieder zurück sind. Jetzt zur Zeit haben sie ihre Gastschüler von der Wuxing High school bei sich zu Hause. Was sie die Woche mit ihnen unternehmen und wie es in der Schule so abläuft, erfahrt ihr hier.

Von Nele Blümel und Laura Bergmann

Freitag und Samstag:
Endlich ist es soweit: die Chinesen und Chinesinnen, die man entweder durch die vorherige Reise nach China oder über soziale Netzwerke wie das asiatische Portal QQ kennengelernt hat, kamen nach einem langen Flug gegen 22 Uhr an der Rundturnhalle in Hohenlimburg an, wo wir sie begrüßten und in Empfang nahmen, um den Tag dann ganz in Ruhe ausklingen zu lassen.
Die meisten Gäste waren natürlich ganz aufgeregt und neugierig und konnten gar nicht abwarten, ihr Heim für die nächste Woche zu sehen und kennenzulernen, wobei viele aber trotzdem einen entspannten Abend zu Hause verbrachten, um fit für den nächsten Tag zu sein und natürlich um dem Jetlag aus dem Weg zu gehen.
Das Wochenende stand dann komplett zur freien Verfügung, aber wurde von vielen ziemlich gleich begonnen – und zwar mit einem typisch deutschen Frühstück. Dann gab es eine Mischung aus Sightseeing- und Shopping-Programm in den schönsten Städten Nordrhein-Westfalens, sei es Düsseldorf, Oberhausen oder Dortmund. Selbstverständlich unternahmen nicht nur die Schüler und Schülerinnen etwas, sondern auch die Lehrkräfte aus dem Land des Lächelns, welche die schönsten Orte, die die Umgebung zu bieten hat, unsicher machten.
Auch der Abend füllte sich mit lustigen Momenten beim Bowlen, Grillen oder beim gemütlichen Zusammensein mit Freunden, der viel Vorfreude auf die kommenden Tage bereitete.

Sonntag:
Nach einem ereignisreichen Samstag wurde der Sonntag etwas ruhiger angegangen. Trotzdem war aber natürlich ganz viel Spaß bei viel Sonne garantiert und die Umgebung wurde ganz unterschiedlich erkundet, zum Beispiel bei einer gemeinsamen Fahrradtour, beim Besuch der Familien und Freunde oder auch durch Unternehmungen in einem nahegelegenen Affenpark oder beim Minigolfen.
Auch die deutschen Lehrer schlossen sich mit den chinesischen Lehrern und Lehrerinnen zusammen und fuhren zusammen in den Zoo und ins Fußballstadion nach Dortmund.
Somit nahm auch das Wochenende ein schönes Ende und brachte bereits viele tolle Erinnerungen für die Gäste, bevor es dann am nächsten Tag in die Schule ging.

Montag:

Der Montagmorgen startete mit zwei Stunden Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch, sowie Kunst. Dies war in manch einer Sekunde ein bisschen langweilig für die Chinesen, trotzdem haben sie es herzlich aufgenommen. Nach der großen Pause sind wir alle in die Hohenlimburger Innenstadt gegangen, um den Bezirksbürgermeister Herman Josef Voss zu begrüßen. Dieser hielt eine Rede in der er sagte: „Es geht darum, sich und die andere Kultur kennen zu lernen.“ Zwischendurch wurde er von Musikeinlagen von Lennart Müller und Marvin Hommeltenberg, Louella´s Chinesin und dem Dolmetscher begleitet. Aber auch der chinesische Schulleiter, sowie Frau Auerbach hielten eine kleine Rede. Als wir dann am Rathaus entlassen wurden, gingen wir nach Hause um Mittag zu essen. Denn um 16:30 Uhr trafen wir uns erneut, um eine Stadtführung durch Hohenlimburg zu genießen, welche von Herrn Bierwirt geleitet wurde. Er erzählte uns einige Unterschiede zwischen der Innenstadt von früher und heute, dies war schon echt beeindruckend. Nach der interessanten Führung schlossen sich einige Schüler zusammen, um nach Hagen zu fahren, um dort zu shoppen und zu Abend zu essen. Dies kam bei den Gastschülern sehr gut an.

Dienstag:

Der Dienstagmorgen begann mit Kunstunterricht. Im Kunstraum  erstellten  wir aus Draht verschiedene Figuren, die mit Papier beklebt wurden, um diese echter aussehen zu lassen. Dort entstanden unterschiedliche Figuren, welche  sehr individuell gestaltet werden konnten mit unterschiedlichen Papieren und Farben. Nachdem so die ersten drei Stunden für das Kunstprojekt genutzt wurden, ging es in den Computerraum, um dort mit Hilfe von unserem Physiklehrer Herrn Gibkes Roboter zu programmieren.  Wir konnten so selbst entscheiden, ob der Roboter Laute von sich gab oder in welche Richtung er fahren sollte. Nachdem wir unserem Roboter die Befehle mit einem USB-Kabel  übergespielt hatten, machten wir den Test und bauten draußen auf dem Flur eine Strecke mit Hilfe von Holzblöcken auf. Diese wurde von einigen Robotern überfahren,  jedoch gab es auch welche, die die Strecke einwandfrei  überwanden und so ohne einen Fehler zum Ziel kamen. Nachdem auch die sechste Stunde um war, wurden wir entlassen, um den Nachmittag individuell zu nutzen. Da auf Grund der schlechten Wetterbedingungen der Besuch zum Hagener Freilichtmuseum leider ausfiel, fuhren erneut einige Schüler mit ihren Gastschülern nach Hagen oder Dortmund in die Innenstadt, um den Gastschülern das letzte Mal das Shoppen zu ermöglichen. Ebenso  fuhren auch die Lehrer mit den Lehrern vom Land des Lächelns zum Shoppen. Somit wurde auch der etwas verregnete Tag gut genutzt.

Mittwoch (Von Gwana Hasso):
Zusammen mit der 8d, die im Kletterwald Wetter ihren Wandertag verbrachte, begann der Tag um 10 Uhr am Bahnhof in Hohenlimburg. Nachdem wir mit dem Zug an unserem Ziel angekommen waren, mussten erst mal Bilder gemacht werden. Dann erst begann der Tag richtig! Es wurden zuerst Gruppen gebildet. Dem folgte eine kurze Einführung in die Regeln und nach dem die nötige Ausrüstung vom Personal ausgegeben wurde, konnte das Kletterabenteuer starten! Alle rannten anfangs zur 6. Bahn, Orthler, die sechs Meter hoch war. Dann ging jeder mit seiner Gruppe weiter und kletterte immer höher. Von dem einen hörte man einen Schrei und von dem anderen lautes Gelächter. Aber was am Ende nur zählte, war der Mut der chinesischen und deutschen Schülern, die sich ohne Angst an einer immer höheren Bahn versucht hatten, und natürlich der ganze Spaß, den man zusammen hatte. Außerdem schöne Erinnerungen, an die man sich auch nach vielen Jahren erinnern wird!
Donnerstag und Freitag: 
Der letzte Tag in der Schule startete mit zwei Stunden Sport in der Wiesenhalle unter der Leitung von Frau Orth. Zunächst spielten wir, um uns ein wenig aufzuwärmen, Völkerball in gemischten Gruppen. Danach spielten wir erneut eine Runde Völkerball, jedoch die Deutschen gegen die Chinesen. Dabei sah es für die Chinesen in manch einer Sekunde sehr schlecht aus, sodass sie am Ende auch verloren haben. Die übrigen Minuten haben wir dann noch genutzt, um ein wenig Federball zu spielen, was aufgrund des Platzes in der Halle ein wenig schwierig war.
Nachdem wir morgens also schon so sportlich unterwegs gewesen waren, hörten wir in der dritten Stunde gespannt zu, was die restlichen Schüler aufgrund des Projekttages „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, in den ersten beiden Stunden gemacht hatten.
Nach dieser Veranstaltung haben wir zusammen in Gruppen perspektivische Fotos geschossen, wobei die besten drei bzw. vier am Abend während der Abschiedsfeier gekürt wurden. Dies waren die Fotos von Louella´s, Caroline´s, Nele´s und Benjamin´s Gruppe.
Somit hatten wir dann erst einmal ein wenig Zeit, um vor der Probe etwas zu Mittag zu uns zu nehmen. Später trafen wir uns wieder um 14:30 Uhr in der Schule, um alles vorzubereiten und um zu Proben. Am frühen Abend kamen dann die Eltern, denen wir eine wunderbare Show lieferten. Ob Gesang, Tanz oder Malerei es war ein wunderbarer Abend, der zum Schluss mit einem Abschiedsessen endete. Doch bevor das Programm mit einem Song der Schulband enden konnte und wir unseren Hunger stillen konnten, gaben Louella, Lara und Jessica Herrn Wehrmann noch eine Kleinigkeit zum Abschied, da er die Schule verlassen wird. Daher noch einmal von allen alles Gute für die Zukunft!
Am Freitagmorgen war es dann soweit. Koffer waren gepackt und die Europareise konnte starten. Gegen 07:45 Uhr trafen wir uns an der Rundturnhalle in Hohenlimburg, um dort Abschied von unseren Freunden aus dem Land des Lächelns, China, zu machen. Doch man spürte die Trauer bei einigen sehr, da sie ihre Tränen vergossen. Aber auch hier wurde noch einmal ein Gruppenfoto geschossen, um sich immer an diesen Austausch erinnern zu können. Gegen 08:30 Uhr kam dann der Bus und wir drückten uns alle noch einmal, bis die Chinesen einstiegen und abfuhren, Richtung Köln.