Gesundheitszirkel treibt Schulentwicklung voran

Vanessa Orth und Kathrin Schindler engagieren sich für eine „gesunde Schule“

Von Gwana Hasso und Laura Bergmann

OrthOb Hygene, Entspannung oder Ernährung. Am GymHo ist dies auf jeden Fall vorhanden. Doch in Zukunft wird es mehr geben! Mehr Sport und Bewegung im schulischen Alltag und vor allem gesündere Ernährung, die zu besseren Leistungen führen soll. Der „Gesundheitszirkel“ ist ein Projekt an unserer Schule, das immer größere Formen annimmt. Doch jetzt werden wir durch Frau Schindler mehr erfahren und einen kleinen Einblick gewinnen!

 

Wer kam auf die Idee, dieses Projekt zu gründen?

Angefangen hat alles im Jahre 2010/11, als Frau Gerber und Frau Pfeil die „Starke Schule Gruppe“ gründeten. Dabei bin ich, als ich mein Referendariat hier an der Schule absolvierte, mit in dieses Projekt gerutscht.

 

Was ist das Ziel des Projekts?

Ziel war es immer im Landesprogramm Bildung und Gesundheit Teilnehmer zu sein. Denn dieses Programm halten wir für sinnvoll, da es viele positive Aspekte für die Schüler, sowie für die Lehrer mit sich bringt.

 

Was ist der Gesundheitszirkel überhaupt?

Aus unserem Ziel entwickelte sich die Arbeitsgruppe „Starke Schule“, da wir eine gute und gesunde Schule haben wollten. Das heißt für uns, dass wir eine starke Schule, starke Lehrer, starke Schüler, sowie starke Eltern und eben auch einen starken Stadtteil brauchen! Denn das ist ja auch das besondere an unserer Schule, dass sie eine Stadtteil-Schule ist. Aus der Idee entwickelte sich das Programm dann immer mehr. Schließlich haben wir es auch geschafft in dem Landes-Programm Teilnehmer zu werden. Nachdem sich die „Starke Schule” Gruppe aufgelöst hatte, traf sich der Gesundheitszirkel.

 

Wer ist alles Mitglied in dem Projekt?Schindler

Die Schulleitung ist in dem Projekt dabei, also Frau Auerbach und Herr Dickel, die teilen sich das. Der Strahlenschutzbeauftragte Herr Gibkes und der Gefahrenstoffbeauftragte Herr Kolodziej sind auch immer eingeladen. Frau Orth und ich, da wir im Landes-Programm Bildung und Gesundheit aktiv sind und die Koordination übernehmen. Dann gehört da noch Frau Figge, als Elternvertreterin dazu, sowie als SV-Vertreter z.B Philo Schwippert.

 

Warum blieb das Projekt längere Zeit auf Eis liegen?

Das Problem lag daran, dass Herr Langenfeld in Pension ging, ich in Elternzeit gegangen bin und keiner an dem Projekt weiter gearbeitet hat. Aber seit dem ich wieder da bin, wird wieder weiter gearbeitet.

 

Wie steht das Projekt zurzeit da?

In der ersten Schulkonferenz des Schuljahres 2017/18 haben wir noch einmal nach einer Bestätigung gefragt, dass wir wirklich Teilnehmer im Landes-Programm für Bildung und Gesundheit bleiben. Dabei waren die Lehrer, Elternvertreter und Schülervertreter dafür. Daraufhin haben wir nachgeforscht, wie der aktuelle Stand ist. Das heißt, wie der Kenntnisstand der Lehrer zurzeit ist, was sie wissen und was wir über die Jahre gemacht haben. Dabei wurde uns klar, dass wir die Schule mehr informieren müssen. Woraufhin wir uns am 17. Mai im Gesundheitszirkel besprochen haben und die Lehrerbefragung ausgewertet haben. Ebenso haben wir uns überlegt, was wir noch leisten müssen, damit jeder Lehrer darüber informiert ist und haben geschaut, was sich die Schüler für eine starke Schule wünschen.

 

Gibt es ein spezielles Programm?

Wir wollen auf jeden Fall mehr Bewegung in den Unterricht bringen. Also nicht nur in den Pausen zum Beispiel durch die Sporthelfer, um die Unterstufe von ihren Handys weg zu locken, sondern eben auch generell in jeden Unterricht, also auch für die Mittel- und Oberstufe. Es gibt dazu die Idee, dass wir Energizer integrieren. Also nicht nur zwischendurch einfach mal aufstehen, durchatmen und sich aktiv ein wenig zu bewegen, sondern auch, dass man durch Bewegung lernt. Es ist schließlich wissenschaftlich bewiesen, dass Bewegung einen positiven Effekt auf die kognitive Leistung hat. Ebenso geht es uns um die Lehrergesundheit, dass man da einen Ruheraum hat, dass wir nicht immer unter Beschlag stehen, sondern uns auch einmal zurückziehen können. Des Weiteren wollen wir die Schüler über die Ernährung aufklären, wobei die Cafeteria natürlich ein großes Vorbild abgibt. Ebenso wollen wir die Lehrer vernünftig in der ersten Hilfe ausbilden, sowie ein paar Schüler, um Situationen auf dem Schulhof ordentlich und schnell bewältigen zu können.

 

Welche sportlichen Aktivitäten schweben Ihnen vor den Augen?

Durch die Übermittagsbetreuung gibt es schon einmal ein bisschen Aktivität. Natürlich sind AG´s auch sehr schön, wobei man schauen muss, was man auf dem Markt gerade anbieten kann, da wir nicht immer genügend Hallenzeiten von der Stadt bekommen können. Gleichzeitig kann man den Blick auch auf größere Veranstaltungen richten. Man kann da schauen, wie man z.B das Sportfest oder den Sponsorenlauf etwas attraktiver gestalten kann, sodass es für jeden Schüler einen Effekt hat, wobei es zu einem Schulfestcharakter werden kann. Ebenso weitere Veranstaltungen der SV, wie das Völkerballturnier, das alleine dadurch, dass es von Schülern organisiert wird, an Attraktivität gewinnt.

 

Wie kann man generell die Schüler motivieren?

Ich finde, da spielt die Motivation von den Lehrern, sowie von anderen Schülern eine sehr große Rolle. Denn wenn ich von einzelnen Lehrern angesprochen werde, ob sie lieber eine Klausur schreiben lassen können, anstatt zum Sportfest zu gehen, dann merke ich, dass der Stellenwert bei den Lehrern auch nicht so groß ist. Das heißt, dass wir dort dringend dran arbeiten müssen! Denn wenn die Lehrer motiviert sind, wirkt sich das alleine auch schon auf die Schüler aus, sodass es eine schöne Schulveranstaltung werden kann. Somit müssten auch die Schüler, z.B die EF als Riegenführer, mehr Motivation zeigen, um andere Schüler ebenso zu motivieren und mehr Aktivität rein bringen! Jedoch ist dies eine Baustelle, die man eher auf einem längeren Zeitraum beseitigen kann.

 

Was wurde bisher erreicht und was ist gerade noch in Planung für die Zukunft?

Dazu gibt es eine Tabelle, die schon von Frau Klubmann damals genutzt wurde, die verschiedene Oberpunkte, wie Sicherheit, Prävention, Hygiene, An- und Entspannung, Ernährung, Bewegung und Ruhe, sowie Schutz der Umwelt beinhaltet.

Dabei würden wir sagen, dass wir in den Bereichen JuCops, AG´s, sowie Schutz der Umwelt schon ganz gut zurzeit da stehen bzw., dass das Bereiche sind, in denen wir sehr viel machen. Dann gibt es auch Bereiche, die gerade in Arbeit sind, wie z.B der Sponsorenlauf, die sanitären Anlagen oder die Anti-Mobbing Konvention.

In Zukunft wollen wir aber natürlich auch die Bereiche verbessern, in denen bisher noch nicht so viel passiert ist, wie z.B. einen Ruheraum, einen Obstkorb für eine bessere Ernährung oder die Verschmutzung in den Gebäuden verhindern. Dabei wollen wir natürlich einen Blick auf Schüler und Lehrer haben. Also, wenn man sich gerade um einen Bereich kümmert, der eigentlich nur für die Lehrer interessant ist, dass man trotzdem die Schüler im Blickfeld hat.

Dabei freuen wir uns jederzeit über Anregungen aus der Schülerschaft, welche Inhalte im Gesundheitszirkel besprochen werden sollten.