Zeitreise an einem Vormittag

6b und 6c auf den Spuren der Menschhheit

Von Janna Queitsch – Obwohl es schön kalt war und zu nieseln begann, war die Luft an der Bushaltestelle morgens um acht Uhr voller aufgeregter Stimmen und Lachen als sich die Klassen 6b und die 6c dort trafen, um zu ihrem Geschichtsausflug aufzubrechen. Und auch ein bisschen Stau auf der A1 konnte die Stimmung nicht trüben. Denn das Ziel der Fahrt war das Neanderthalmuseum in Mettman.

Hier wurden 50 Nachwuchs-Geschichtsforscher fachkundig in die abwechslungsreiche Geschichte der Menschwerdung und die spannende Lebenswelt der Vorzeit eingeführt. Und so trafen wir in dem Museum nicht nur auf die Knochenfunde des weltberühmten echten Neanderthalers sondern auch auf andere „alte Bekannte“ wie die Rekonstruktion von „Lucy“, einer Australopithecus-Dame, die durch ihre geringe Körpergröße überraschte. Mit großem Interesse verfolgten dutzende Augenpaare den Funkenflug, der entsteht, wenn man Feuerstein und Eisenpyrit aneinanderschlägt und weiteten sich, als an einer großen Sanduhr die Zeiträume der Menschheitsentwicklung verdeutlicht wurden. Besondere Aufmerksamkeit fand auch ein echtes, in Alkohol eingelegtes menschliches Gehirn und die kleine Ausgrabungsstelle für Nachwuchs-Archäologen. Und ganz sicher werden wir alle nicht so schnell vergessen, welche Teile des Jagdwildes unsere Vorfahren zu verschiedenen Zwecken weiterverwendeten…