Auf den Spuren der eigenen DNA

Exkursion des Q1 Bio-LKs ins MoLab

Von Laura Bergmann

DNR / RNAAm 13. November 2018 besuchte der Q1 Leistungskurs Biologie das Molekularbiologische Labor am Friedrich Bährens Gymnasium in Schwerte. Einen Tag lang führten wir selbst eine genetische Untersuchung durch und konnten uns als Wissenschaftler ausprobieren. Wir durften unsere eigene DNA mithilfe einiger unterschiedlicher Verfahren daraufhin untersuchen, ob wir auf den beiden homologen Chromosomen Nummer 8 in einem nicht verschlüsselten Abschnitt eine bestimmte Wiederholungssequenz (TPS25) besitzen.

Unter Anleitung eines Skripts, welches wir zwei Wochen vor unserer Exkursion bereits erhielten, führten wir den Versuch durch. Zunächst musste je eine Person pro Gruppe eine Speichelprobe entnommen werden. Die DNA, welche sich in dem Speichel befindet, wurde mithilfe einiger Chemikalien und Geräten isoliert. Nachdem jede Gruppe die DNA isoliert hatte, wurde diese mit drei weiteren Chemikalien und Wasser versetzt und anschließend für ca. 2 Stunden automatisch vom Thermocycler amplifiziert. Währenddessen durften wir die Mittagspause in der Mensa oder auch draußen auf dem Schulhof bzw. beim nahe gelegenen Bäcker, der um die Ecke lag, genießen. Doch bevor wir in die Mittagspause entlassen wurden, wurde noch eben das Agarosegel für die Gelelektrophorese (Gerät, um verschiedene Moleküle voneinander zu trennen) zubereitet, denn dieses benötigte eine längere Zeit, bis es sich von einer Flüssigkeit in ein Gel umwandelte.

Nach der Mittagspause ging es weiter.

Die DNA wurde in die Geltaschen der „Gelelektrophorese“ hinein pipettiert und anschließend bei 90 Volt für 45 Minuten unter Strom gesetzt. In der Zwischenzeit schauten wir uns die Dokumentation „Auf den Spuren der Täter“ an.

Als die Dokumentation zu Ende war, wurde DNA mit einer weiteren Chemikalie behandelt und somit angefärbt, sodass wir letztendlich unter UV-Licht erkennen konnten, wer die Wiederholungssequenz besitzt.

Wir konnten sehen, dass bei 5 der Gruppen leider etwas schiefgelaufen ist, sodass man bei denen nichts erkennen konnte. Allerdings fanden wir auch heraus, dass keine Person aus unserem Kurs die Wiederholungssequenz auf beiden 8. Chromosomen, 4 auf einem Chromosomen und 2 sie gar nicht besitzen.

Somit kann gesagt werden, dass es eine gelungene, interessante Exkursion war, bei der wir mit echten wissenschaftlichen Geräten und Techniken unserer eigenen DNA auf die Spur kommen konnten. Dies hat allen ziemlich viel Spaß bereitet.

Infos unter:

http://www.fbg.schwerte.de/fbg/molab/