Schrecken der Vergangenheit dürfen nicht zum Ungeheuer der Gegenwart werden

Abiturientin Michèle-Malin Rüger hält zum Volkstrauertag Rede vor Vertretern des öffentlichen Lebens sowie Bürgerinnen und Bürgern

v.l.n.r.: Bezirkbürgermeister Voss, Michele-Malin Rüger, Lennart Müller, Philo Schwippert, Widbert Felka

Greenlionz-Redaktion

,,Den Toten der Kriege zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung“ lautet die Inschrift  auf dem Ehrenmal an der Elseyer Straße. Alljährlich findet dort zum Volkstrauertag eine Gedenkanspprache vor zahlreichen Vertretern des öffentlichen Lebens sowie Bürgerinnen und Bürgern statt. In diesem Jahr wirkten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums mit.

Michelle Malin Rüger absolvierte das Abitur im Frühsommer und setzte sich unter anderem mit der Frage nach der Mitschuld der deutschen Bevölkerung zur Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Der ehemalige Lehrer Marvin Wehrmann erkannte das Potential der Erörterung und setzte sich für eine Veröffentlichung des Textes ein. Die Hohenlimburger Heimatblättter und auch die Westfalenpost veröffentlichten den Text, der auf regionaler und überregionaler Ebene auf Resonanz stieß.

Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss und dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Widbert Felka, trug die Abiturientin zum Gelingen der Veranstaltung bei. Die kritische Stimme der Jugend fand bei allen Anwesenden Gehör. Dass sich ein junger Mensch derart vertieft mit der Materie des Nationalsozialismus auseinander gesetzt hat, beeindruckte auch die „alten Hasen“ des kommunalpolitischen Treibens unterm Schloss.

Möglicherweise war dies ein wichtiger Schritt. Denn es liegt vor allem in den Händen der jungen Generation, dass die Schrecken der Vergangenheit nicht zu einem Ungeheuer der Gegenwart werden.

Weitere Infos zum Text von Michele-Malin Rüger:

https://www.wp.de/staedte/hagen/michele-malin-packt-das-thema-nationalsozialismus-mutig-an-id214319165.html