Nachgefragt – Lehrer im Interview

Frisches Blut: fünf Fragen an die neuen Referendare

Von Milena Stange

Nach zwölf Monaten endet nun die Interview-Reihe ,,Nachgefragt“. Doch zum Ende darf man natürlich die Neuankömmlinge nicht vergessen! Sieben Referendare werden uns ab jetzt immer wieder auf den Fluren begegnen. Aber wer sind diese mysteriösen Geschöpfe, die die hohe Kunst des Lehrens erlernen wollen?

 

Janine SchubertJanine Schubert (Philosophie, Englisch)

Warum möchten Sie LehrerIn werden und wieso für diese Fächer?

Weil ich Kinder und Jugendliche sehr gerne mag. Mein Deutschlehrer hat früher einmal gesagt, dass jeder, der kein Problem damit hat, vor einer Gruppe von Menschen zu sprechen, überlegen könnte, Lehrer zu werden. Das habe ich dann getan und der Beruf hat mir gefallen.

Englisch ist eine sehr schöne Sprache, die heutzutage und auch in der Zukunft eine sehr wichtige Rolle spielt und spielen wird; dieses Fach zu unterrichten, erschien mir also sinnvoll. Philosophie war eher Zufall; ich brauchte noch ein zweites Fach, habe das dann einfach ausprobiert und im Studium lieben gelernt.

 

Nennen Sie jeweils zwei Ihrer Stärken und Schwächen.

Ich kann gut zuhören und würde mich als sehr reflektiert bezeichnen. Ein Schwäche ist, dass ich manchmal vergesse, dass ich Stärken besitze. (lacht) Außerdem bin ich sehr perfektionistisch.

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Sehr viel: vor allem Sport, zum Beispiel Joggen oder Yoga, mich um meinen Hund kümmern, kochen,…

 

Haben Sie ein Lebensziel? Wenn ja, welches?

Ein Lebensziel nicht wirklich, aber jetzt habe ich erst mal vor, Lehrerin zu werden.

 

Welche Lebensweisheit/Erkenntnis möchten Sie gerne an die Schülerschaft weitergeben?

Dass man nicht immer alles so ernst nehmen sollte, besonders in Bezug auf Noten. Es gibt viele Dinge, die wichtiger sind.

 

 

 

Jan Hackerts (Pädagogik, Biologie)Jan Hackerts

Warum möchten Sie Lehrer werden und wieso für diese Fächer? 

Ich habe als Schüler immer gerne anderen geholfen und ihnen Dinge erklärt, sowohl gleichaltrigen als auch jüngeren Schülern. Da war es naheliegend, dass der Lehrerberuf mir Spaß machen würde.

Pädagogik und Biologie sind zwei Fächer mit einem starken Bezug zum Alltagsleben, die aber trotzdem gut mit der Wissenschaft verknüpft werden; das hat mich daran fasziniert.

 

Nennen Sie jeweils zwei Ihrer Stärken und Schwächen.

Authentizität und Transparenz als Lehrer sind zwei meiner Stärken, weniger gut ist wahrscheinlich, dass ich oft noch zu umgangssprachlich bin und mich schnell ablenken lasse.

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich spiele Handball und trainiere auch eine Damenmannschaft.

 

Haben Sie ein Lebensziel? Wenn ja, welches?

Grob gesagt – und das klingt ziemlich platt – möchte ich einfach dazu beitragen, dass unser Planet etwas weniger zerstört wird. Das sollte sich meiner Meinung nach jeder in unserer Generation als Ziel setzen.

 

Welche Lebensweisheit/Erkenntnis möchten Sie gerne an die Schülerschaft weitergeben?

Obwohl ich nicht viel mehr Lebenserfahrung habe als ihr: Verstellt euch nicht, seid einfach, wie ihr seid, alles andere macht nur unglücklich.

 

Eva Marie StartEva Marie Start (Englisch, Erdkunde)

Warum möchten Sie LehrerIn werden und wieso für diese Fächer?

Hier (an dieser Schule) hatte ich damals Englisch und Erdkunde als Leistungskurse, das habe ich dann auch studiert. Die letzten zehn Jahre habe ich allerdings in England als Barrista gearbeitet und Coffee-Workshops gegeben. Erst danach bin ich auf die Idee gekommen, dass ich doch etwas mit Schülern machen und ,,back to the roots“ (,,zurück zu den Wurzeln“) möchte, so bin ich wieder hier in Hohenlimburg gelandet, wo ich auch ursprünglich herkomme.

 

Nennen Sie jeweils zwei Ihrer Stärken und Schwächen.

Eine meiner Schwächen ist auf jeden Fall die Ungeduld, eine andere Chemie. Ich bin aber auch sehr empathisch und – wie mein Mann behauptet – kritikfähig.

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Eher wenig, da ich eine kleine Tochter und einen Hund habe. Die meiste Zeit verbringe ich momentan auf Spielplätzen.

 

Haben Sie ein Lebensziel? Wenn ja, welches?

Erst mal möchte ich mein Referendariat schaffen und danach natürlich am liebsten eine Schule finden, an der ich viel Spaß an meinem Job habe.

 

Welche Lebensweisheit/Erkenntnis möchten Sie gerne an die Schülerschaft weitergeben?

,,Life is what happens while you are busy planning it.“ (,,Das Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, es zu planen.“)

 

Marina Hüppop (Französisch, Geschichte)Marina Hüppop

Warum möchten Sie LehrerIn werden und wieso für diese Fächer?

Das habe ich mir mit 15 Jahren schon so überlegt. Meine Französisch-Lehrerin war damals ein sehr großes Vorbild für mich, also habe ich beschlossen, dass ich das auch machen möchte. Für Geschichte habe ich mich dann in der Oberstufe entschieden, als ich das als Leistungskurs hatte.

 

Nennen Sie jeweils zwei Ihrer Stärken und Schwächen.

Ich bin ein sehr empathischer Mensch und kann gut tanzen. Allerdings nehme ich mir auch vieles sehr zu Herzen. Meine wohl größte Schwäche ist aber definitiv Mathe, auch im Alltag.

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich tanze Hip-Hop, reite, treffe mich mit Freunden und reise gerne nach Frankreich.

 

Haben Sie ein Lebensziel? Wenn ja, welches?

Erst mal wünsche ich mir, eine gute Lehrerin zu werden. Ansonsten möchte ich eigentlich nur gesund und glücklich sein.

 

Welche Lebensweisheit/Erkenntnis möchten Sie gerne an die Schülerschaft weitergeben?

Dass man immer man selbst sein sollte und sich für niemanden, wirklich niemanden!, verstellen muss.

 

 

 

Hendrik BöingHendrik Böing (Sport, Geschichte)

Warum möchten Sie LehrerIn werden und wieso für diese Fächer?

Ich arbeite gerne mit jungen Menschen. In den letzten acht Jahren habe ich Schüler bei der Studienorientierung unterstützt, diese beratende Funktion möchte ich auch als Lehrer weiterhin beibehalten.

Geschichte und Sport bieten mir vor allem Abwechslung. Ich bin ambitionierter Sportler und finde es interessant, was wir aus der Vergangenheit alles lernen können.

 

Nennen Sie jeweils zwei Ihrer Stärken und Schwächen.

Ich habe eine sehr wertschätzende Haltung gegenüber anderen und besitze eine große Einsatzbereitschaft. Allerdings bin ich sehr perfektionistisch und fahre viel zu schnell Auto…

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Frau und meinen drei Kindern, schaue mir Spiele des VfL Bochum (Fußball-Verein) an oder spiele Gitarre.

 

Haben Sie ein Lebensziel? Wenn ja, welches?

Momentan ist es mein Ziel, langfristig etwas mehr Ruhe in mein Leben zu bringen.

 

Welche Lebensweisheit/Erkenntnis möchten Sie gerne an die Schülerschaft weitergeben?

Fragt! Interessiert euch für die Dinge und wenn es sein muss, seid auch mal unbequem!

 

 

 

Annika RiegelAnnika Riegel (Sport, Deutsch)

Warum möchten Sie LehrerIn werden und wieso für diese Fächer?

Ich mag den Geruch von Turnhallen und den Ton des Pausengongs und das Geschrei von Kindern.

Sport und Deutsch waren immer meine Lieblingsfächer. Ich habe sogar regelmäßig zu Beginn des neuen Schuljahres das Deutschbuch durchgearbeitet, weil ich so einen Spaß daran hatte. Heute lese und schreibe ich auch noch sehr gerne, sofern Zeit dazu ist.

Sport schafft einen wunderschönen Ausgleich zum Schulalltag und meine Begeisterung für dieses Fach möchte ich gerne an die Schülerinnen und Schüler weitergeben.

 

Nennen Sie jeweils zwei Ihrer Stärken und Schwächen.

Meine Schwächen sind definitiv Physik und der Apfelkuchen meiner Mutter. Eine ganz klare Stärke: Ich bin Profi im Kniffel (Würfelspiel)!

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Da verbringe ich gerne Zeit mit unseren Familienhunden Emma und Eddy. Außerdem mache ich natürlich Sport; Basketball und Schwimmen. Wenn ich das nicht tue, dann gewinne ich beim Wizard (Kartenspiel) oder Kniffel mit Freunden! Und falls ich mal sehr viel Zeit habe, probiere ich mich an neuen Rezepten.

 

Haben Sie ein Lebensziel? Wenn ja, welches?

Zufriedenheit und ein langes, glücklich Leben für mich und meine Lieben.

 

Welche Lebensweisheit/Erkenntnis möchten Sie gerne an die Schülerschaft weitergeben?

,,Wenn du das Leben liebst, dann vergeude keine Zeit, denn daraus besteht das Leben.“ – Benjamin Franklin

 

 

 

Natalie JonesNatalie Jones (Deutsch, katholische Religion)

Warum möchten Sie LehrerIn werden und wieso für diese Fächer?

Weil ich gerne mit Menschen arbeite, ihnen Dinge beibringe und mir niemals einen Bürojob vorstellen könnte.

Ich war schon immer ein Bücherwurm und finde es schön, dass man Deutsch, obwohl es eine Grundlage ist, so kreativ unterrichten kann. In Religion kann man die Themen immer gut mit der Lebenswirklichkeit der Schüler verbinden.

 

Nennen Sie jeweils zwei Ihrer Stärken und Schwächen.

Ich bin ein ziemlicher Chaot und liebe Schokolade. Meine Stärken sind, dass ich ein empathischer und lebensfroher Mensch bin, was im Lehrerberuf natürlich gut ist.

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Yoga, mich mit Freunden treffen, reisen – auch gerne weiter weg – und selbstverständlich lesen!

 

Haben Sie ein Lebensziel? Wenn ja, welches?

Ich möchte gern etwas auf dieser Welt hinterlassen, und wenn es nur ein guter Einfluss auf meine Schüler ist.

 

Welche Lebensweisheit/Erkenntnis möchten Sie gerne an die Schülerschaft weitergeben?

Es gibt wichtigere Dinge als Schulnoten. Die sind zwar auch nicht ganz unwichtig, aber man muss nicht immer nur Leistungen vor Augen haben. Viele erfolgreiche Menschen haben einen 3er-Abi-Schnitt! Aber das hört Frau Auerbach wahrscheinlich nicht gerne…(lacht)