Friday-for-Future-Bewegung erreicht Hohenlimburg

Gymnasiasten erheben ihre Stimme und beteiligen sich an globaler Streikwelle

Von Georgios Charalampidis und Laura Bergmann

Seit Monaten gehen engagierte Schüler/innen und Studenten/innen auf der ganzen Welt freitags auf die Straße, um für Klimagerechtigkeit und gegen den Klimawandel zu demonstrieren. In Deutschland ist die internationale „FridaysForFuture” Bewegung in über 200 Städten angekommen und jede Woche werden es immer mehr und mehr. Am Freitag, den 15.03.2019, fand der größte globale Klimastreik statt, bei dem Schüler/innen auf allen Kontinenten mit einer Forderung auf die Straßen gingen: die Rettung unseres Klimas muss in unserer Politik zur Priorität werden. Dabei stand an diesem Tag die Verkehrswende im Vordergrund, da es zu viel Schadstoffausstoß gibt. Im Rahmen dieser Bewegung, die von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg ins Leben gerufen wurde, hat sich nun auch in Hagen eine Ortsgruppe gegründet. Dabei wollten auch Schüler/innen des Gymnasiums Hohenlimburg ein Zeichen setzen und an der Demonstration teilnehmen. Dies fand im Rahmen einer SV-Exkursion unter der Begleitung von Herrn Sunderkamp und Herrn Rasche statt. Der Demonstrationszug startete bei Nieselregen am Hagener Hauptbahnhof um 10:30 Uhr und ging über die Elberfelderstraße weiter bis hin zum Stadttheater. Dort gab es einen Zwischenstopp, wo die Hagener Organisatoren der „FridaysForFuture“ Bewegung eine Rede hielten. Unter anderem meinten sie, dass sie zunächst nur mit 100 Personen bei der Demonstration gerechnet und ausschließlich diese angemeldet hatten. Doch diese Zahl erhöhte sich sehr rasch auf 500 und weiter auf 1000 Personen. Jedoch versammelten sich letztendlich circa 2000 Menschen im Alter von 5 bis 92 Jahren, die sich für den Klimaschutz einsetzen. Auch die Leiterin des “Lutz“ Theaters in Hagen hielt eine kleine Rede. „Wir stehen voll und ganz auf eurer Seite!“ Selbst einige Theateraufführungen des Hagener Theaters beinhalten den Klimaschutz als Hauptthema. So geht es schon im Stück „Die große Klima-Konferenz der Tiere“, welches im September 2018 Premiere hatte, um den Klimawandel. Auch das nächste Stück „In 80 Tagen um die Welt“ soll sich um den Klimawandel drehen. Schließlich ist das Reisen gut und schön, aber nur so lange dies auch möglich ist! Deshalb gab es nicht nur in Deutschland Klimastreiks, sondern auf der ganzen Welt. Dabei haben wir unseren Partnerstädten, in den Ländern Österreich, Japan, USA, Spanien und Australien zum Beispiel, per Video schöne Grüße von der Demo zu gesandt.

Vom Theater setzte sich der Demonstrationszug über die Innenstadt bis zum Marktplatz vor der Johanneskirche unter den Schlachtrufen „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut.“ und „Hopp, hopp, hopp, Kohlestopp“ fort. Dort angekommen gab es erneut einige Reden der Organisatoren, die die Demonstranten aufgrund ihre Lautstärke und ihres Engagements hinweg lobten. Auch die Vertreterin der Jusos Hagen, ohne die die Flyer für die „FridaysForFuture“ Bewegung nicht gedruckt wären, gab klar und deutlich zu verstehen, dass sie uns helfen bei allem was wir für den Klimaschutz tun wollen. „Wir stehen hinter euch, wobei ihr dies, wie man sieht, auch eigentlich sehr gut alleine hinbekommt“, so ganz stolz die Vertreterin der Jusos Hagen. Zwischen den Reden spielte ein engagierter Musiker, Luc, zwei selbstgeschriebene Songs über den Klimaschutz. Die Lieder regten zum Mitsingen an und übermittelten Motivation und Stolz, sodass unsere Schlachtrufe direkt im Anschluss nur so aus uns raus posaunten. Somit war die Stimmung und die Motivation für den Klimaschutz zu streiken und sich für den Verkehrswandel zu engagieren trotz schlechten Wetters ein guter Anfang, der bei der Politik hoffentlich auf Gehör stößt.

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