Ausgefallene Hobbys – Zeig uns, was du kannst!

1: Teil Irish-Dance: Weltmeisterin Kimberly Kurz zwischen Chemiesaal und Bühne

Außergewöhnliche Hobbys? „Nein, ich mache nichts besonders!“, lautet die häufigste Antwort. Stimmt aber nicht! Wir haben in den Reihen unserer Schülerinnen und Schüler recherchiert und spannende Geschichten zu Tage gefördert. In den kommenden Wochen stellen wir euch unterschiedliche Lehrer und Schüler vor, die außergewöhnlichen Hobbys in ihrer Freizeit nachgehen.

  1. Irish-Dance-Teil: Weltmeisterin Kimberly Kurz

 

Irish dancing, was ist das überhaupt? Das haben wir uns auch gefragt, bevor wir unsere Chemielehrerin, Kimberly Kurz, kennengelernt haben. Frau Kurz hat ihre Leidenschaft für Irish Dance erst mit zwölf Jahren entdeckt. Mit sechs Jahren probierte sie sich in der Tanzrichtung Ballett aus, ein Jahr später fand sie dann Gefallen an Tap Dance (Stepptanz). Da sie darin wenige Herausforderungen gesehen hat, stieg sie in einen Irish- Dance-Schnupperkurs ein, auf den sie durch eine Zeitungsanzeige aufmerksam geworden war. Dies entsprach ihrem Interesse. Fortan war sie vom Tanzvirus infiziert und nahm einmal wöchentlich an professionellen Trainings teil. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Nach drei deutschen Meistertiteln sollten drei Europameistertitel und sogar ein Weltmeistertitel folgen. Doch sie hat viel Zeit in ihre Leidenschaft investiert und zwar mit sechs- bis siebenstündigem Training am Wochenende für nur einen Wettkampf. Aber so ein außergewöhnliches Hobby braucht eine vielfältige Ausstattung, wie Locken-Perücken und bunte, pompöse Kleider. Außerdem variierende Schuhpaare für jeweils eine der zwei Tanzrichtungen. Diese heißen „Soft Choose“ und „Hard Choose“. So ein Talent darf natürlich nicht versteckt bleiben, deshalb hat sie ihre eigene Tanzschule „The Dance Platoon“ in Witten eröffnet. Trotzdem würde sie gerne mehreren Kindern und Jugendlichen das Irish Dancing vorstellen. Ihr große Leidenschaft soll nun auch Bestandteil unseres Schullebens werden. Ab sofort gibt es eine Irish-Dance-AG.

Termine:

Jeden Mittwoch in der 9. Und 10. Stunde in der Rundturnhalle.

Zur Geschichte des Irish-Dance (https://thedanceplatoon.jimdo.com/%C3%BCber-irish-dance/)

Irish Dance beinhaltet verschiedene Volkstänze, welche alleine, paarweise oder auch in Gruppen getanzt werden können. Die Ursprünge hierfür finden sich Mitte des 15. Jahrhunderts. Großen Einfluss auf den irischen Tanz und die irische Kultur hatten die sog. „Dance Master“, wandernde Tanzlehrer, welche um 1750 in ihren Distrikten von Dorf zu Dorf reisten und der Landbevölkerung das Tanzen beibrachte. Diese Dance Master trafen sich auf Märkten und forderten sich gegenseitig zu Tanzwettbewerben heraus. In der heutigen modernen Zeit wurde der Irish Dance durch sehr gut choreographierte Tanzshows wie z.B. Riverdance oder Lord of the Dance weltweit noch populärer gemacht, allen voran durch Michael Flatley.

 

Bei Wettkämpfen, dem sog. „Feis“ oder in der Mehrzahl auch „Feiseanna“ genannt, messen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um hierbei verschiedene Stile vorzuführen und ihre Tanzschulen zu repräsentieren. Dabei wird darauf geachtet, dass auch die Kostüme der Vergangenheit ihren Tribut zollen. Von den Mädchen und Frauen werden traditionell weiße Socken, genannt „Poodle Socks“, sowie Hard- und Softshoes getragen. Gelockte Perücken, sog. „wigs“ gehören ebenfalls zu diesem Outfit. Die Kleider fallen heutzutage recht bunt aus, jedoch angelehnt an die traditionellen Kleider des 15. Jahrhunderts mit diversen Verzierungen. Bei Knaben und Männern fällt die Kleidung eher schlichter aus und zwar meist in Form von schwarzen Bundfaltenhosen und einem schlichten Hemd. Traditionelle Bestickungen findet man nur auf deren Westen.

Im Laufe der Zeit entstanden weltweit Verbände und Schulen, welche Irish Dance anbieten bzw. nach deren Reglement die Wettkämpfe stattfinden