Schüler halten chronischen Technikpatienten „Schule“ am Leben

Viel Zeit, viel Schweiß und nur wenig Dank!

Von Laura Bergmann

Die Technik am Gymnasium Hohenlimburg wird von sieben ehrenamtlichen, engagierten Schülern und 3 Ehemaligen: Marius Bätge (Abitur 2014), Nicolas Becker (Abitur 2016) und Jan Elhaus (Abitur 2018) verwaltet. Unter den 7 Schülern sind 3 Aktive: Jonas Oberste-Bergaus (Q1), Marcel Certa (EF) und Marcin Mennemann (EF) sowie vier „Nachwuchstechniker“: Henrik Giersch (7c), Selim Yildirim (7c), Eric Münnich (6a) und Lasse Weigt (5b). Der Techniker Jonas Oberste-Berghaus bezeichnet seine Technikcrew selbst eher als „chaotische Gruppe, in der jeder seinen Platz und seine Aufgaben hat“. Trotz alledem kann man sich auf jeder Feier und jeder Veranstaltung auf diese verlassen. Sie kümmern sich um Mikrofone, um das Licht, um Projektionsmöglichkeiten, wenn diese benötigt werden und erarbeiten nebenbei spektakuläre Effekte. Dies alles wird natürlich immer auf Fotos festgehalten, die eben auch von den Technikern geschossen werden und für die Schülerzeitung zur Verfügung gestellt werden.

Doch nicht nur jedes Event wird tatkräftig von den Technikern unterstützt, sondern auch das allgemeine Schulleben. Zurzeit spielt die Digitalisierung an unserer Schule eine sehr große Rolle. Die Technik hat bereits am Anfang des Schuljahrs 2017/18 in den Nebengebäuden, sowohl auch im Hauptgebäude, Smart TVs mit Internetverbindung in den Klassenräumen angebracht. Mittlerweile hat bereits jeder Klassenraum einen Fernseher an der Wand über der Tafel hängen. Diese werden fast täglich in den Unterricht integriert. Auch die Computer in den Computerräumen werden durch die Techniker in gewartet und repariert. Doch was uns allen wirklich täglich vor den Augen erscheint, ist der Vertretungsplan. Der Monitor, welcher Jahre lang im Keller verborgen lag, wurde durch die Technik unter der neuen Schulleitung im Forum vor den Kunsträumen installiert. Der gleiche hängt im Lehrerzimmer, auf dem dieselben Bilder erscheinen.

Bei der gesamten ehrenamtlichen Arbeit kommen einige Stunden zusammen. Es wird sich fast täglich darüber aufgeregt, dass der ein oder andere Techniker mal wieder dem Unterricht fernbleibt, um irgendetwas für die Technik zu organisieren. Doch, wenn man mal auf den Boden der Tatsachen guckt, ist der Stundenausfall dieser Personen nur ein Bruchteil der Zeit, die diese in ihrer Freizeit für die Technik der Schule opfern. Der Techniker Jonas hat sich eine Liste erstellt, in der er alle Minuten, die er für die Technik benötigt, festhält. Dabei beträgt diese Zeit seit dem 01.01.2019 schon 54 Stunden und 15 Minuten. Das sind mehr als 2 ganze Tage! Dabei sind gerade mal 9 Stunden und 45 Minuten des Unterrichts inbegriffen und der Rest von seiner privaten Zeit. Das Beste ist dabei, dass diese das komplett freiwillig für nichts machen. Wirklich nichts! Dafür, dass diese Schüler einen Großteil ihrer Freizeit in der Schule verbringen und für die Technik opfern, bekommen sie oftmals noch nicht einmal ein Dankeschön. Nur wenige bedanken sich für die ehrenamtliche Arbeit bei diesen Personen und schenken ihnen manchmal als kleine Aufmerksamkeit eine Tafel Schokolade.

Doch nicht nur die Zeit spielt eine erhebliche Rolle bei der Technik, sondern auch die Kosten für technische Geräte, die benötigt werden. Der Förderverein unterstützt die Technik finanziell in großen Zügen. Über diese wird neues Equipment oder Leihgeräte, die für Großveranstaltungen benötigt werden, bezogen. Aufgrund dessen ist das Equipment der Technik vom Gymnasium Hohenlimburg auch auf einem sehr hohen Niveau.

Wenn ihr weitere Fragen oder auch Anfragen an die Technik des Gymnasiums Hohenlimburg habt, könnt ihr ihnen diese über diese E-Mail-Adresse: technik@gymnasium-hohenlimburg.de oder über das IT-Portal (Lehrer exklusiv) stellen.