„Wir flüchten über den Emsenbach!“

Nach Wochen voller Stress, gibt es die Belohnung – Das Abitur

Von Laura Bergmann und Leonie Kruppa

Ihre Schulzeit ist vorbei und das Abitur frisch in der Tasche. Die Abiturienten des Gymnasiums Hohenlimburg können nun die Korken knallen lassen oder sich einfach mal eine Pause gönnen.

Denn am Freitagnachmittag war es endlich soweit: Die Abiturienten erhielten ihre Abiturzeugnisse.

Während das Orchester die Feier, unter dem Dirigat von Dieter Kannengießer mit dem Song „Got to get you into my life“ von McCartney eröffnete, fanden die Abiturienten den Weg ins Forum. Darauffolgend begrüßte unsere Schulleiterin, Britta Auerbauch, die Abiturienten, deren Familie, die stellv. Bezirksbürgermeistern, die LehrerInnen, sowie einige SchülerInnen. Nachdem auch die Zweite stellvertretende Bezirksbürgermeistern Frau Nigbur-Martini ihre Begrüßung gehalten hatte, spielte das Orchester den selbstgeschriebenen Song „Circle“ von Herrn Kannengießer.

Direkt im Anschluss kam Frau Auerbach erneut zu Wort und hielt die Ansprache, in der sie erklärte, dass sie den Abiturienten bei ihren Noten nicht geholfen habe, sondern eher die Lehrer, deren Familie und deren Freunde. Daraufhin standen alle Abiturienten auf und bedankten sich bei den anwesenden Familien mit einem lauten Applaus. In ihrer Rede stellte sie einige Thesen auf, weshalb Albert Einstein wohl keine Socken trug. Währenddessen fragte Frau Auerbach die Abiturienten, ob diese eine These dafür hätten. Doch diese konnten auf die schnelle keine aufstellen.

Bevor auch die Schulpflegschaftsvorsitzende, Iris Mönkemöller, ein Grußwort an alle richten konnte, spielte das Orchester den Song „Sunny“ von Bobby Hebb.

Frau Mönkemöller gratulierte zunächst den Abiturienten für das bestandene Abitur, wobei sie erzählte, dass der Weg dahin oft nicht einfach war und es verständlich ist, wenn dem ein oder anderen der Wunsch zur Flucht erscheint. Sie meint, dass manche Schüler in eine digitale Welt geflohen sind, wodurch diese heute die Lehrenden in einer fast zu nahe losen digitalen Welt selbst lehren. Allerdings ist sie der Meinung: „Eigentlich müsste niemand von Ihnen fliehen!“ Dies begründet sie, indem sie Highlights aufzählt und somit gemeinsam geschaffene Momente in Erinnerung ruft.

Während sie mit dem diesjährigen Abiturmotto „AbituriEnten – Wir flüchten über den Emsenbach!“ fortsetzte, brach zwischendurch Gelächter aus. Denn sie verglich die Abiturienten zeitweise mit Laufenten, die friedliche und lebhafte Geschöpfe darstellen und die Welt aufmerksam und neugierig erkunden. So fordert sie die Abiturienten auf, sich im weiteren Leben genauso zu verhalten: neugierig sein, Neues auszuprobieren und zu entdecken und neue Möglichkeiten zu schaffen, sowie diese im nächsten Schritt wahrzunehmen! Aber auch sie wünschte den Abiturienten in Zukunft alles Gute.

Bevor der Schülersprecher Philo Schwippert zu Wort kommen konnte, spielte das Orchester den selbstgeschriebenen Song „Metrô“ von unserem Musiklehrer Dieter Kannengießer.

Direkt danach hielt Philo eine kleine Ansprache, in der er sich auch bei Lennart Müller für die langjährige Mitarbeit in der SV bedankte. Schließlich gibt es so viele gemeinnützige Projekte, in denen das Gymnasium Hohenlimburg mittlerweile involviert ist, wobei dies nur durch Lennart geschehen ist. Sei es die Auszeichnung: „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, der Beitritt zur „Vereinigung der deutschen Wissenschaftler (VDW), die Patenschaft zu Togo und vieles mehr. Er setzte sich für sehr viele Dinge ein, sodass er der Schule fehlen wird!

Nachdem Lennart Müller ausgezeichnet wurde, hielt auch er stellvertretend für die Abiturienten eine Ansprache. Dabei bedankte er sich bei allen Anwesenden sehr herzlich für jene Unterstützung. Aber auch er wünschte seinen Stufenkameraden für die Zukunft viel Glück und Erfolg.

Nachdem das Orchester den Song „You“ von Herrn Kannengießer gespielt hatte, sprachen die Stufenleiter Frau Kreutz und Herr Neuhaus in einem Dialog zu den Abiturienten. Sie zählten schöne, sowie unschöne Ereignisse der Stufe auf und ahmten Lennart Müller nach, wie der sich des Öfteren von der Schule bei den Stufenleitern befreien ließ, wobei im Forum Gelächter ausbrach. Des Weiteren stellten sie die Situation nach, als Frau Krüsemann sie vor knapp drei Jahren fragte, ob sie diese Stufe übernehmen wollen. Da dachten die beiden erst einmal „oh je… wieso denn ich?!“ Letztendlich betonten sie in ihren letzten Sätzen, dass sie froh sind diese Stufe drei Jahre lang begleitet zu haben und, dass Frau Krüsemann damals diese Frage stellte.

Nachdem alle Reden gehalten worden waren, wurden die Zeugnisse verteilt, worauf die Abiturienten schon lange gewartet hatten. Dabei gab es 13 Schülerinnen und Schüler, die ein Zeugnis mit einem Einser Durchschnitt hatten.

Des Weiteren wurden Preise von den Fachschaften Mathematik, Chemie und Philosophie verliehen.

Für ihre sehr guten philosophischen Kenntnisse und eine hervorragende Gesamtleistung ehrte die Fachschaft Philosophie Louisa Geuß. Des Weiteren wurden Gulia Flügge, Selin Sahin und Ayse Tezi für eine sehr gute Leistung in der mündlichen Abiturprüfung belohnt. Das beste Abitur im Fach Chemie wiesen Jasmin Chiara Berghöfer und Rahel Alte auf. Als beste Abiturienten im Fach Mathematik sicherten sich Florian Lange und Kristina Reim einen kleinen Preis. Ebenso ehrte Herr Kannengießer drei der Abiturienten Kayleigh Gerdts, Torben Strassburger und Lennart Müller für das langjährige Mitwirken im Schulorchester.

Das Schlusswort hielt Frau Auerbach, die den Abiturienten noch eine schöne Feier wünschte und dem Orchester für die musikalischen Einlagen dankte. Somit spielte das Orchester an diesem Abend zum Schluss den Song „Blue Roots“, der ebenso von Herrn Kannengießer geschrieben wurde, bevor alle in die Schützenhalle nach Lüdenscheid fuhren, um dort den Abend ausklingen zu lassen und, um den traditionellen Abiball zu feiern.