Noten pushen – So geht’s!

Neue Reihe: Monatliche Tipps für bessere Zensuren, Teil 1: Kreativ im Referat

Von Leonie Kruppa und Georgios Charalampidis

 

Ihr kennt es: Das Quartal nähert sich dem Ende und ihr wisst nicht, wie man sich verbessern kann. Ihr seid sicher, dass ihr schlechte Noten bekommen werdet. Panik, Unwohlsein, Stress und miese Stimmung machen sich breit.

Wir kennen diese Gedanken nur zu gut. Doch sie sind unnötig!

Wir publizieren jeden Monat einen Artikel, der kreative, leistungsfördernde und einfach umzusetzende Tipps beinhaltet, die eure Noten im Handumdrehen verbessern sollten!

TEIL 1: Kreativ im Referat

Diesen Monat beschäftigen wir uns mit dem Thema: Referate !

Jetzt denkt ihr euch bestimmt: „ Oh Gott !“.

Aber kein Grund zum Stress, denn nun habt ihr uns! Wir stellen euch mehrere Ideen vor, wie ihr Referate einfacher, kreativer und lockerer gestalten könnt.

Ausgangslage: Normalerweise ist ein Referat extremst monoton präsentiert und in den meisten Fällen versteht man nur die Hälfte, da die Refrenten angespannt wirken, beziehungsweise die Atmosphäre sehr bedrückend ist. Von derartigen Präsentationen hat niemand etwas. Dabei ist ein Referat eine sinnvolle Möglichkeit, vertiefte Einblicke in einen Themenkomplex zu erlangen.

Auf geht’s! Hier sind unsere Ideen, wie ihr künftig zum Vortragsprofi werdet:

Schritt 1

Zunächst muss euch euer Thema klar sein. Denn wenn ihr überhaupt gar keine Idee habt, was ihr präsentiert oder anders gesagt, ihr einfach Informationen runterlest, hilft das auch nicht eurer Note.

Also Infos raussuchen, vertiefen und sich gegebenenfalls in die Situation versetzen.

Schritt 2

Wenn ihr dies gemeistert habt, kommt ihr zum nächsten Aspekt: Die Art der Präsentation.

Ob es ein Plakat, mehrere Folien oder eine PowerPoint-Präsentation wird, ist relativ egal. Hauptsache, ihr macht das Beste daraus. Denn wenn das Format eine gute Struktur und Gestaltung hat, macht es keinen Unterschied, mit welchen Medien man arbeitet.

Es gibt viele Optionen, wie man seinen Mitschülern ein übermittelt. Dabei solltet ihr darauf achten, was welches Medium für Vor- und Nachteile mit sich bringt.

Zu aller erst kann man Informationen über ein ganz typische Art und Weise vermittelt:

Die Plakatpräsentation. Dabei solltet ihr genug Zeit für die Vorbereitung einplanen, da das Gestalten von Informationen und Bildern sehr zeitintensiv ist. Außerdem solltet ihr eurem Plakat eine Struktur geben, damit es übersichtlich bleibt. Weiterhin ist ein Vorteil, dass diese Art der Präsentation einfach zu handhaben ist und einen geringen Platz im Klassenraum einnimmt. Außerdem ist zu betonen, dass man auf keine technischen Geräte angewiesen ist, was bei einer Powerpoint- oder Folienpräsentation nicht der Fall ist.

Damit wären wir auch schon bei der zweiten Präsentationsform, der Folienpräsentation. Wenn ihr diese Form der Präsentation wählt, müsst ihr bedenken, dass die Folien sehr simpel und übersichtlich gehalten sind. Außerdem könnt ihr weniger mit Bildgestaltung arbeiten und damit eure Präsentation weniger ansprechend aufbauen.

Die letzte Art eines Referats, wahrscheinlich auch die beliebteste Form einer Präsentation, ist die Powerpointpräsentation. Hierbei habt ihr viele Möglichkeiten, euren Inhalt ansprechend zu übermitteln. Die Gestaltung der einzelnen Folien ist übersichtlich gehalten und dazu habt ihr noch eine graphische Unterstützung durch das Programm. Dazu müsst ihr jedoch beachten, dass ihr nicht zu viele Spezialeffekte einbaut, um nicht zu viel vom eigentlichen Inhalt abzulenken und eure Körperhaltung zu sehr auf die Präsentation zu richten. Außerdem ist zu beachten, dass eventuell die technischen Möglichkeiten im jeweiligen Raum ausfallen oder gar nicht vorhanden sind.

Schritt 3

Sollte man einen Handout für seine Präsentation anfertigen? Die Antwort lautet: „Ja, auf jeden Fall!“

Denn ein Handout zeigt immer, dass man engagiert an das Referat herangegangen ist und liefert eine kurze Zusammenfassung von der eigenen Präsentation. Vorteilhaft ist es, vor allem in der Oberstufe, für Klausurschreiber, denn für die ist es einfacher, wenn man ein Handout hat. Dadurch muss man nicht das Thema recherchieren, denn man hat alle Infos schon direkt auf einem Blatt.

Bei der Gestaltung sollte man darauf achten, dass es die selbe Struktur besitzen sollte, wie die Präsentation und dass die wichtigsten Informationen aus der Präsentation rausgefiltert wurden und auf dem Handout stehen. Ein Literatur- und Quellverzeichnis ist unverzichtbar. Insbesondere für andere Schüler ist dies dienlich, da sie die Quellen eurer Präsentation selbst noch einmal recherchieren können, um den Präsentationsgeegenstand eigenständig zu vertiefen.

Nicht vergessen Name, Datum, Thema muss darauf! Das sichert Punkte in der Darstelluungsleistung.

Damit es auch lebhafter wirkt wären ein bis zwei Bilder auch keine schlechte Idee, dadurch wissen die Schülerinnen und Schüler nach dem Referat immer, wie bestimmte Sachen aussahen und können es sich im Laufe des Unterrichts besser vorstellen. Inhalte mit Bildern zu verknüpfen, fördern den Lernprozess.

Schritt 4

Der letzte Schritt ist die Art der Präsentation. Jetzt wird’s kreativ. Im Normalfall steht ihr vorne vor der Tafel rattert die Informationen runter und hofft, dass es schnell vorbeigeht, aber diese Einstellung ist falsch. Aufregung ist normal, doch das freie Sprechen vor einer Menschennmenge ist unerlässlich und wird euch in der Ausbildung, im Studium und im Berufsleben immer wieder abgefordert. Deswegen sind hier einpaar Ideen zur kreativen Gestaltung des Referats.

Verkleidet euch:

Es ist keine schlechte Idee sich zu verkleiden, wenn man zum Beispiel ein Referat über „Hippies“hält. Dadurch entspannt sich die Stimmung und man hat Spaß zuzuhören. Zudem haben nicht nur die Schüler den Spaß, sondern der jeweilige Lehrer auch. Ein gewisser Wow-Effekt entsteht und das kann eure Note auch nach oben ziehen.

Baut Mini Spiele ein:

Mini Spiele sind genauso hilfreich, vor allem, wenn sie mit eurem Referat verknüpft sind. So könnt ihr ein „Kahoot Quiz“ beispielsweise in euren Vortrag einbringen. Dadurch zeigt ihr eurem Lehrer: Ich kann genauso gut den Unterricht führen und mit meinen Mitschülern interagieren.

Körpersprache:

Nichts ist so wichtig, wie Gestik und Mimik während eines Vortrags. Steht nicht still vor der Tafel. Nutzt den gesamten Raum. Geht umher und schaut eure Mitschüler direkt an. Lockert die Stimmung ein wenig auf, indem ihr ab und zu mal lächelt. Keine Angst: Ihr seid die Experten! Stellt Fragen an eure Mitschüler, annimiert sie zu eigenen Beiträgen und Fragen. Schwierig? Dann beobachtet doch mal eure Lehrer und schaut, mit welchen Mitteln sie täglich versuchen, Unterricht ansprechend zu gestalten. Nicht selten halten eure Lehrer immer wieder Kurzvorträge. Beobachtet sie und fragt nach, was sie für sinnvoll halten.

Natürlich könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen denn es gibt unzählige Sachen die man machen könnte!

Das Wichtigste zum Schluss:

– Denkt darüber nach, was euch als Zuhörer nerven würde.
– Überlegt im Vorfeld, welche Fehler euch unterlaufen können.
– Trainiert euren Vortrag! Stellt euch vor einen Spiegel und seht, wie ihr beim freien Sprechen wirkt. Nehmt euch alternativ mit dem Handy auf. Das ist fester BEstandteil einer professionellen Vorbereitung.
– Lernt eure Texte weitgehend auswendig. Notiert euch auf Infokarten nur Schlagwörter, die ihr dann eigenständig mit Inhalt füllt.
– Schaut euch Vorträge anderer Menschen an. Auf www.youtube.de findet ihre eine Reihe Tutorials, die euch helfen, ein Referat perfekt vorzubereiten.

 

Zum Abschluss sei gesagt, dass ein Referat immer mit sehr viel Arbeit verbunden ist. Das Halten eines einzigen Referates wird eure Halbjahresnote niemals auf eine 1 oder 2 heben, sofern ihr euch den Rest des Halbjahres nicht beteiligt habt. Aber: Die Aufwendungen und das gute Vortragen zeigen euer Engagement. Eure Gesamtnote wird sich durch diese freiwillige Extraarbeit merklich verbessern.