Studienfahrten nach Cornwall und Berlin

Teil 2: Hauptstadtflair, Politik und nasse Drahtesel

Von Georgios Charalampidis

Elf Jahre Schule tragen die Q2-SchülerInnen auf ihren Schultern. Zeit für einen kleinen Tapetenwechsel: Studienfahrt nach Berlin!

Tag 1:
Um 8:30 Uhr trafen sich der Mathe LK und der Physik LK am Hagener Hauptbahnhof zusammen mit den Lehrern Frau Lumberg und Herrn Busch. Abfahrt war dann gegen 8:02 Uhr Richtung Hannover Hauptbahnhof um von da aus in den Zug Richtung Berlin umzusteigen. Gegen 12:00 Uhr kamen dann die Q2er am Berliner Hauptbahnhof an. Es ging direkt ins Meininger Hotel, dasgenau neben dem Bahnhof lag, um einzuchecken und um fit für die Berliner Stadttour zu sein, die im späteren Verlauf des Tages anstand. In der Zwischenzeit hatte man genug Freizeit, um sich entweder im Zimmer frisch zu machen und sich zu sortieren, oder bisschen vom Hauptbahnhof zu sehen, da dieser auch als Einkaufszentrum fungierte. Vergleichbar mit der Rathaus Galerie in Hagen war er nur auf drei statt zwei Etagen verteilt, mit Läden plus noch den ganzen Bahnsteigen für das jeweilige Verkehrsmittel. Dann stand auch schon gegen 15:00 Uhr die Stadttour an. Zusammen mit dem Tourguide verbrachten die Schülerinnen und Schüler den Nachmittag gemeinsam und lernten etwas über politische Institutionen kennen sowie Gedenkstätten, für die Menschen, welche damals durch dem Nationalsozialismus und der Trennung durch die Berliner Mauer litten. Um 18 war die Tour dann auch vorbei und es war Zeit für ein bisschen Freizeit. Die einen gingen ins Hotel, die anderen shoppen und es gab auch welche, die sich in ein Café setzen und sich ein bisschen entspannten.

Tag 2:
Der zweite Tag begann mit einer perfekt getimeten Fahrrad-Tour, die vor allem den DDR also die Ostseite vorstellte und ein bisschen über dessen Geschichte erzählte. Die Q2er hatten leider das Pech, dass das Wetter seine Wendung nahm und es plötzlich anfing zu regnen. Mit ganzem Stolz cruisten die Abiturienten durch Berlin in ihren genialen Regencapes. Am Ende der Tour fing die Sonne an wieder zu scheinen und der Tag war doch nicht ruiniert. Es ging später direkt weiter zum Gesundbrunnen wo die Berliner Unterwelten Tour stattfand. Dort wurde allen ein Sicherheitsbunker der im Notfall verwendet wird gezeigt, der ebenfalls eine ganze u-Bahn Station umschließt. Zudem wurde gezeigt wie man dort unten leben würde: Nahrung aus Dosen, die erwärmt werden würden, Dreier Betten übereinander plus überfüllte Räume – es wurde aber erklärt, dass solche Notfälle beziehungsweise ein solcher Fall nie eingetreten ist, man aber immer zukunftsorientiert denken sollte. Einfach nur für den Fall, dass doch etwas passiert, wie
beispielsweise ein Atombombeneinschlag. Damit war die Tour beendet und die Schülerinnen und Schüler hatten wieder Freizeit wie am ersten Tag bis 23:00 Uhr.

Tag 3:
Tag drei war ein sehr spannender Tag für die Q2er, denn es stand ein Graffiti-Workshop und die Woodstock Variety Show im Wintergarten Theater an. Am Vormittag machten sich die Kurse gemeinsam auf den Weg zum Workshop. Dort wurde Ihnen mitgeteilt, dass sie sechs berühmte Graffiti Kunstwerke besuchen gehen und empfiehlen ihnen, ein Foto mit denen zu machen. Viele der Kleingruppen waren kreativ und es gab vom Spagat bis zum fliegenden Jungen Posen die an dem Graffiti gemacht wurden. Anschließend versammelten sich alle Gruppen wieder und die Bilder wurden präsentiert. Nachdem dies geschah, ging’s an die richtige Arbeit, dem Sprayen! Zunächst sollte man sein Stencil vorbereiten. Ob Brandenburger Tor, Fernsehturm, Fledermaus oder auch Gesichter es war alles mit in den Kunstwerken. Wenn die Schablonen fertig waren ging es in die farbige Gestaltung. Zu Beginn sollte der Hintergrund gesprayt werden. Mit verschieden gezeigten Techniken wurden auf einmal die Abiturienten zu richtigen Künstlern. Es entstanden grandiose Werke, die am Ende mit nach Hause genommen werden dürften. Zwischen Street Art Workshop und Theater Show gab es genug Freizeit. Viele besuchten die heiß begehrte Mall of Berlin, oder die Einkaufsallee am Kurfürstendamm. Am frühen Nachmittag sollten dann alle am Varieté oder am Hotel versammelt sein. Das Wintergarten Varieté ist ein großartiges Gebäude gewesen. Im alten Stil der goldenen Zwanziger zusammen mit modernen Dekoration war es von innen gestaltet. Mit großen Lächeln wurden alle empfangen und zu ihren Plätzen geführt. Parallel zu laufenden Show dürfte man auch sein Dinner haben obwohl die meisten sich eher was zu trinken bestellten. Dann begann auch schon die großartige Show. Es ging primär um Gleichheit – Equality , ein wichtiger Begriff der 80er und vor allem wichtig für die damalige Hippie Bewegung. Zusammen mit Tanzauftritten, Trapez Routine, Jonglier und Diabolo Auftritte und natürlich 80er Jahre Songs war die Woodstock variety Show aufgebaut. Ein toller Abend und ein sehr gelunger wie die meisten sagten.

Tag4:
Man fühlte schon, dass die tolle Lk-Fahrt ihr Ende nahm, aber trotzdem hatten alle noch Freude darin, ihren letzten Tag in seinen vollsten Zügen zu genießen. Im Programm stand der Besuch des Bundestages, sowie ein gemeinsames Abendessen in Route 66 Diner. Das Programm sollte um 15:00 Uhr starten, das bedeutete für die Schülerinnen und Schüler genug Freizeit um noch Orte zu sehen, die sie noch nicht sehen konnten beziehungsweise die letzte Chance, noch etwas für sich selbst und die Familie zuhause zu kaufen. Die Zeit verging wie im Fluge, weshalb die Tour durch das Reichstagsgebäude nun begann. Bevor
man rein könnte, gab es natürlich einen Sicherheitscheck ähnlich wie im Flughafen. Danach ging es auch rein in die Gemächer. Ein einzigartiger und besonderer Einblick in eine der wichtigsten Institutionen Deutschlands und zudem noch sehr exklusiv, denn zusätzlich zu der Tour gab es auch ein privates Gespräch mit René Röspel, der Frage zum Thema Politik aber auch private Fragen beantwortete. Ebenso gab er den Kursen eine kleine private Tour. So konnten alle einerseits den Plenarsaal von ganz nah betrachten, aber auch die Kuppel oben auf dem Gebäude wo natürlich auch ein klasse Lk-Fahrt-Foto entstanden ist. Nach der Tour ging es danach direkt ins Hotel, damit man sich frisch machen konnte und dann direkt ins Restaurant. Ein schöner Abschluss, tolle Burger klassisch amerikanisch, Chickenwings und das klassische Berliner Kindle dürfte nicht fehlen. Am Abend dachte man sich, es wäre doch schön, anstatt im Hotel die restliche Zeit zu verbringen, doch auch eigentlich in ein Café zu fahren. Es wurde dafür entschieden und es ging Richtung Alexanderplatz ins Alex direkt unter dem Fersehturm.

Tag 5:
Der letzte Tag und Tag der Abreise. Eine ziemlich bedrückende Stimmung war in der Luft, aber es gab trotzdem noch eine Aktivität, die die Schüler besuchen könnten.  Glücklicherweise eröffnete an diesem Tag das Futurium ein Mauseum, das Zulunftorientierte Technologien als auch kreative Baummodele ausstellt. Zudem gab’s auch Szenarios, wo man selbst entscheiden sollte, was zu tun ist, um auf die perfekte Lösung zu kommen. Also ebenfalls ein sehr spannendes Besucherziel, das die Q2er ebenfalls besichtigten.
Um 12:52 war dann der Zug auch schon da und es ging nach Hagen!