Schulbildung als Waffe im Kampf gegen die Armut

Schülervertretung organisiert eine Info-Veranstaltung zugunsten der Togo Partnerschaft

Von Celina Darmstädter

Jedes Jahr kommen neue Schülerinnen und Schüler auf unsere Schule. Sie gehen mit dem Wissen von der Grundschule ab, dass sie eine weitere Schule besuchen werden. Manche haben eher weniger Lust, mancher schon etwas mehr. Doch allen ist klar, dass sie weiter in die Schule gehen müssen bzw. dürfen. Denn Schulbildung scheint zwar für uns in Deutschland selbstverständlich zu sein, doch das ist es nicht überall.

Besonders nicht in Togo, einem Land in Südafrika mit rund 7 Millionen Einwohnern. Gekennzeichnet von Armut und mangelnden Bildungs- und Gesundheitssystemen.

Politiker, denen es nur um Macht und Geld geht und Mädchen die mit 13 zwangsverheiratet werden. All das ist für die Bürger in Togo Realität.

Gerade junge Leute in Togo haben es schwer aus ihrem vermeintlichen Schicksal raus zu kommen. Sie geraten in einen immer wiederkehrenden Teufelskreis.

Wenn sie nämlich in die Schule gehen, so kommen die Lehrer meist nicht in die überfüllten Klassen mit mehr als 100 Schülern, da sie nicht bezahlt werden und deshalb streiken. Somit lernen sie nichts und können keinen Beruf anstreben, der ihnen und ihrer Familie mehr Geld bringen würde. Also müssen sie weiter ein Leben in Armut leben.

Doch Frau Wiewiora, eine gebürtige Togolesin, nahm sich zur Aufgabe dagegen etwas zu tun. Sie gründete 2011 den Verein Aurore E.V.

Dieser Verein unterstützt Kinder und Jugendliche in Togo vor Ort. Gemeinsam mit Aurore Comit organisieren sie einen freiwilligen Vertiefungsunterricht am Nachmittag, bei dem die Schüler wichtige Unterrichtsinhalte wiederholen, Englisch lernen, Lektüren lesen und einfach Spaß miteinander haben.

Zudem suchen sie Paten die, die Bildung von Schülerinnen und Schüler, welche ein großes Interesse und eine hohe Lernbereitschaft aufweisen, finanzieren.

Dabei handelt es sich um 83€ im Jahr die es ermöglich einem Kind in Togo ein Jahr Bildung zu versprechen und ihnen damit einen Ausweg aus ihrem vermeintlichen Schicksal bieten.

Bereits im Schuljahr 17/18 haben einige Klassen eine Patenschaft übernommen. Nun sollen alle kommenden 5er solch eine Patenschaft übernehmen und den Betrag eigenständig finanzieren, damit sie bereits in jungen Jahren ihr Wissen auf globaler Ebene erweitern können.

Wir streben zudem das Ziel an, dass auch die jetzigen 5er und 6er die Bildung eines Kindes in Togo finanzieren, damit sie ein Teil davon sein können, den Kindern und Jugendlichen ein besseres Leben zu ermöglichen.

Da uns das Projekt sehr am Herzen liegt und für uns sehr von Bedeutung ist, ist es uns wichtig, dass die 5er und 6er verstehen, was es damit auf sich hat. Warum dieser Betrag von 83€ mehr als nur eine Schulbildung finanziert, sondern direkt ein ganzes Leben verändern kann.

Wir haben deshalb die Organisatorin Frau Wiewiora gemeinsam mit einer ehemaligen Schülerin, die vor Ort in Togo ein freiwilliges, soziales Jahr absolviert hat, zu uns eingeladen.

Sie werden den Schülerinnen und Schüler der Stufe 5 & 6 einen Einblick in das Leben der Togolesischen Bürger geben und die Relevanz dieser Patenschaft erneut für sie verdeutlichen.

Vorab wird das Thema in den Klassen kurz thematisiert, damit die Schülerinnen und Schüler ein gewisses Hintergrundwissen haben.

Wir freuen uns sehr, ein Teil dieser Partnerschaft sein zu können, um dazu beizutragen, ein Leben Schritt für Schritt ins Positive zu verändern!

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