Mobbing – unterschätzte Gefahr

Über Folgen und die Notwendigkeit Hilfe in Anspruch zu nehmen

Von Michelle Rutschke

Egal ob in Form von physischen, verbalen, sozialen oder aber online stattfindenden Herabwürdigungen, Mobbing ist schlimm und dessen Ausmaße werden zweifellos unterschätzt. Am häufigsten anzutreffen ist diese Form der Terrorisierung eines Menschen an Schulen, an denen betroffene Schüler und Schülerinnen diese Schikane ertragen müssen – und häufig nicht damit klarkommen.

Es ist alles andere als einfach, sich Feindseligkeiten gefallen zu lassen, wie beispielsweise Beleidigungen und Kommentare bezogen auf das Aussehen des Opfers, dessen Schwachstellen, Ticks, sexuelle Orientierung oder dessen Herkunft. Ebenso schwer für Betroffene sind öffentliche Demütigungen in Form von Cyber- Mobbing. Zurückweisungen und Ausschluss eines Schülers oder Schülerin, nur weil sich dieser von der großen Masse abhebt und vom Mobber selbst unterscheidet. Dafür sollte keiner fertig gemacht werden.

Doch was ist der Grund für dieses unannehmbare Verhalten, Personen zu mobben? Meistens ist es die Unsicherheit des Täters selbst, sei es wegen persönlichen Problemen oder einem geringen Selbstwertgefühl. Dieser Täter sucht sich dann, oft begleitet von einer Gruppe, einen oder mehrere spezifische Schüler aus, an denen er seine persönliche Last ablassen kann. Was zusätzlich zur Auffindung eines Opfers beiträgt, ist der Grad der Außergewöhnlichkeit und der Wehrlosigkeit, beziehungsweise dessen Sensibilität. Denn besonders diejenigen Personen sind ein leichtes Ziel für viele Mobber.

Die Folgen des ganzen Prozesses sind eine Minderung, eventuell eine komplette Zerstörung des Selbstwertgefühls, sowie Verletzungen und Ängste eines Schülers oder einer Schülerin.  Im schlimmsten Fall kommt es zu Depressionen oder Selbstmord.

Was kann man also gegen Mobbing tun? Zuallererst: Aufhören, das respektlose Verhalten des Mobbers hinzunehmen und damit anfangen, sich dagegen zu wehren. Außerdem wird Opfern geraten, mit Familie und Freunden zu sprechen und ihnen klar zu machen, wie schwer diese Situation zu ertragen ist und wie viel Schaden sie anrichtet. Alternativ kann man sich ebenso an spezielle Beratungspersonen wenden, wie zum Beispiel Vertrauenslehrer. Wichtig ist nur, dass man es jemandem sagt und daraufhin auch Hilfe bekommt.