Corona-Tagebuch

Wie die Pandemie das Leben der Klasse 9b beeinflusst: Zwischen Schule, Zocken und persönlichen Gedanken Teil 1

Von Simon Penger

Nach der Schulschließung sind wir seit einer Woche zu Hause. Dort mache ich in meinem Homeoffice die vielen Aufgaben der Lehrer. Später am Tag beschäftige ich mich anders, wie z.B. YouTube gucken oder auf der PS4 spielen. Oft fühle ich mich eher gelangweilt, aber das gleicht sich ganz schnell wieder aus, wenn ich PS4 spiele. Trotzdem bin ich froh, dass wir bis jetzt noch raus gehen können, um z.B. Einkaufen zu gehen.

Oft frage ich mich, wie lange das Ganze mit dem Corona-Virus anhält oder wieso alle so viel Toilettenpapier kaufen müssen.

Positiv an der ganzen Lage sehe ich, dass man ausschlafen kann und nicht so früh am Morgen mit vielen anderen Leuten im Bus sitzen muss. Negativ ist aber, dass wir so viele Aufgaben von den Lehrern bekommen und kein Unterricht stattfindet, in dem man Sachen persönlich erklärt bekommt.

 

Von Vanessa Jonscher

Die Schule hat geschlossen, somit fanden auch keine Klassenarbeiten statt. Schulfahrten wurden abgesagt, worauf sich viele, so auch ich, sehr gefreut haben – beispielsweise mit dem Französischkurs nach Lievin. Somit wird mir klar, dass das alles ernst wird. Jeden Tag selbst Schulsachen beibringen.. Ob mich das alles belastet? Schon irgendwie..mich selbst organisieren und motivieren zu können, etwas für die Schule zu machen. Angst um nahestehende Personen aus meiner Familie, die Risikopatienten sind und andere. Was ich mich täglich frage ist, wie soll das alles weitergehen? Momentan sinken die Zahlen der Erkrankten und Sterbenden, da bald höchstwahrscheinlich die Ausgangssperre eintreten wird. Doch wenn die Schulen und Kindertagesstätten wieder öffnen, fängt das alles nicht alles wieder von vorne an? Frage über Frage. Trotz allem muss man das alles positiv aufnehmen und das einfachste umsetzen, was von einem verlangt wird, und zwar Zuhause bleiben! Wenn es viele machen, können wir bestimmt bald wieder „normal“ leben und mit Freunden spaß haben, was bestimmt nicht nur ich will.

Von Leonie Bierotte

Es ist glaube ich klar, dass diese Zeit für alle nicht leicht ist. So musste auch ich große Abstriche in meinem Alltag vornehmen, obwohl es für mich leicht ist zuhause zu bleiben, da ich auch so viel Zeit zu Hause verbringen würde. Allerdings ist es doch so, dass ich aufgrund der aktuellen Situation weder zum Reiten gehen kann, aber auch der lange geplante und erhoffte Besuch bei meinem Pferd in Bad Harzburg muss nun leider ausfallen (was schwerer sein würde, wenn ich nicht die letzten beiden Wochenenden da gewesen wäre). Also verbringe ich meine Zeit zu einem großen Teil auf der Couch im Wohnzimmer und vertreibe mir mit Videos und Serien die Zeit. Zurzeit fällt mir das selbstständige Lernen zu Hause noch sehr schwer, aber ich bin dabei dieses zu verbessern. Zudem bringt die Zeit aber auch was Gutes, da ich mich so viel mit dem Thema „Ernährung“ stark auseinandersetzen konnte und wir so aktuell immer mehr von dem schnellen „Alltagsessen“ wegkommen. Auch verbringe ich mehr Zeit mit unseren Hunden im Wald, wo ich für eine Stunde abschalten kann und nicht an das Thema denken muss, welches aktuell immer mehr unser Leben bestimmt und mich nur noch nervt. Natürlich müssen wir auf uns gegenseitig Rücksicht nehmen und selbstverständlich steht der Schutz von den mit Risiko behafteten Patienten an erster Stelle. Aber ist es wirklich notwendig, dass sich gefühlt jede dritte Nachricht nur um dieses eine Thema dreht? Ich glaube mittlerweile, dass es nur wegen den paar Menschen auf der Welt so viel darüber berichtet wird, weil diese sich immer noch nicht an die Regeln halten. Aber ich denke schon, dass diese Leute nicht so leicht dazu zu bringen sind einfach zu Hause zu bleiben, denn ich denke, dass die Leute, die sich wirklich halbwegs aktiv daran beteiligen, dass sich das Virus nicht weiter verbreitet, schon längst nur noch die nötigen Wege nach draußen beschreiten. Auch ich finde, man sollte meistens zu Hause sein, auch wenn ich nur bedingt ein gutes Beispiel dazu bin, da ich definitiv noch weniger Zeit draußen verbringen könnte.

Zusammengefasst finde ich die Zeit nur noch nervig, auch wenn ich den Umstand, fast den ganzen Tag zu Hause zu sein, ganz entspannend finde.

 

Von Tim Schnapka

Im Moment sind die „Corona-Ferien“. Doch was kann man in dieser Zeit machen, um persönliche Kontakte zu vermeiden und einer Ausbreitung des Virus vorzubeugen?

Im Moment helfe ich meinen Eltern, die Wohnung meiner verstorbenen Oma auszuräumen. Außerdem kommen ja noch die Aufgaben aus der Schule dazu und so habe ich schon etwas zu tun. Doch obwohl im Moment eine schwere Zeit ist, finde ich es gut, die nächsten Wochen ausschlafen zu können. Außerdem gefällt es mir, sich die Arbeit selbst einzuteilen und selbst zu entscheiden, wann man arbeiten möchte. Natürlich hat man jetzt im Moment auch die Möglichkeit, durch die viele Freizeit mehr zu zocken. Damit kann man sich, wenn man seine Aufgaben fertig hat, gut und gerne auch beschäftigen.

Doch auch wenn diese Zeit schwer sein kann, müssen wir sie durchstehen, um uns selbst und andere zu schützen. Wir sollten aufeinander acht geben und persönliche Kontakte vermeiden. Doch dies sollte uns zum Beispiel nicht davon abhalten, mit unseren Großeltern zu schreiben oder zu telefonieren, denn auch für sie ist es schwer, nur zuhause zu sein und zum Beispiel ihre Enkel nicht sehen zu können. Helft ihnen auch beim  Einkaufen, um sie bestmöglich zu schützen. Durch diese Krise zeigt sich, wie nützlich die Digitalisierung unserer Welt ist und dass ein sinnvoller Umgang mit Medien Kontakte erleichtert. Durch das Netz und die sozialen Medien können wir alle in Kontakt bleiben. Außerdem erhalten wir unsere Schulaufgaben digital und können uns mit unseren Lehrern austauschen. Die sonst von vielen Eltern kritisch gesehenen Spielekonsolen, wie zum Beispiel die PS4, helfen uns nun, unsere Freizeit weiterhin zusammen zu verbringen. Wir können miteinander reden, spielen und Spaß haben.Vermeidet persönliche Kontakte und so können wir alle unserer Gesellschaft helfen und insbesondere die Alten und Kranken schützen.

 

Von Sina Krakor

Die erste Woche in unserem Homeoffice ist schon um. Ich denke, es ist für alle sehr ungewohnt, dass man theoretisch ausschlafen kann, nicht in die Schule muss, aber wir trotzdem Aufgaben zu Hause erledigen müssen. Es fordert uns alle zu sehr viel Selbstdisziplin heraus, sich nach dem Aufstehen wirklich an den Schreibtisch zu setzten und sich nicht im Bett zu verkriechen. Für mich sehe ich das aber als eine gute Möglichkeit einen kleinen Einblick zu bekommen wie es in etwa ist, wenn man studiert. Ich versuche mir meine Aufgaben so einzuteilen, dass ich noch Zeit für andere Dinge habe. Bisher klappt das sehr gut, auch wenn ich bei so einem sonnigen Wetter lieber etwas anderes machen würde als „nur“ mit meiner Familie spazieren zu gehen oder eben Aufgaben zu machen. Ansonsten nutze ich die Zeit, um Dinge zu machen, für die ich sonst nicht so viel Zeit habe wie z.B. Backen oder Serien schauen.

Diese Situation beeinflusst uns aber auch im privaten Bereich. Treffen mit Freunden oder der Besuch bei den Großeltern ist jetzt nicht mehr möglich bzw. sollte vermieden werden, auch wenn uns das offiziell noch nicht verboten ist. Auch in meiner Familie wurden einige Geburtstagsfeiern abgesagt und auch unser Osterfest wird vorrausichtlich nicht so stattfinden wie ich es gewohnt bin, doch aktuell ist das einfach die beste Entscheidung. Es ist zu unserem eigenen Schutz und zum Schutz der anderen Familienmitglieder, aber im Besonderen wird uns das medizinische Fachpersonal in den Krankenhäusern danken. Sie bereiten sich alle gerade auf das schlimmste vor um im Ernstfall Leben zu retten und dann sollte es auch für uns möglich sein, soziale Kontakte so gut es geht zu vermeiden. Sich mit Freunden zu treffen wird ja auch wieder möglich sein und wenn wir jetzt schon alle an einem Strang ziehen umso schneller.