Corona-Tagebuch

Es ist an der Zeit „Danke!“ zu sagen

Von Simeon Grünegras

Seit nun fast Zwei Wochen dürfen wir Schüler des Gymnasiums Hohenlimburg nicht mehr in die Schule und werden seitdem von den Lehrern mit ausreichend Aufgabenmaterial versorgt. Während dieser zwei Wochen ,merkt man selbst erst einmal wie lange ein Tag sein kann, auch wenn man Ablenkungsmittel wie die Konsole und das Smartphone hat, helfen diese meist nicht, seine Langeweile in den Griff zu bekommen.

So sitzt man also nicht selten einfach nur da und macht nichts.

Allerdings ist es seit den letzten 2 Wochen draußen sehr schön und warm, sodass man draußen viel schaffen konnte, wie zum Beispiel die schon lange geplante Rasenfläche ebnen und sähen, oder die Autos auf Vordermann zu bringen und zu polieren. Trotzdem ist dies alles nach anderthalb Wochen fertig und da Spielplätze beziehungsweise auch dazu zählende Bolzplätze wie öffentliche Sportanlagen geschlossen sind und nicht betreten werden dürfen, bleibt einem oft nichts anderes übrig, als drinnen zu sein und an der Konsole zu spielen oder einfach mal ein Buch zu lesen.

Ich habe das Glück an einem ruhigen Ort zu wohnen und kann dort auch einfach mal entspannen doch merkt man auch in der Stadt, wie leer und ausgestorben es sein kann. Freizeitmöglichkeiten sind alle geschlossen und nur die Supermärkte, Arztpraxen und der Öffentliche Personennahverkehr sowie die Feuerwehr und Polizei (dazu zählen natürlich auch das THW und das DRK)  sind noch geöffnet und man sollte diese Leute auf jeden Fall mehr achten und wertschätzen. Ich finde, man sieht da besonders, welche Berufe sich wirklich für unsere Gesellschaft einsetzen und welche man vielleicht besser bezahlen sollte. Die Kassiererinnen und Kassierer an der Kasse, die die panischen Hamsterkäufe der Leute über sich ergehen lassen müssen, obwohl unsere Bundeskanzlerin mehrmals öffentlich darauf aufmerksam machte, dass die Nahrungsmitelversorgung und auch die von Hygeneartikeln wie Klopapier oder ähnlichem immer sichergestellt sein wird und man diese sogenannten Hamsterkäufe vermeiden sollte, und einem wütenden Kunden zum Zwanzigsten Mal an diesem Tag erklären muss, dass man nur Zwei Packungen von einem Artikel mitnehmen darf.

Oder die Busfahrerinnen und Busfahrer, die dafür sorgen, dass wir von A nach B fahren können, und dabei auch den kranken Menschen ausgestzt sind, die im Bus niesen und husten, während man  vorne im Bus mehrere Stunden sitzen muss und davon die volle Ladung abbekommt.

Aber ein besonderes Lob haben unsere Krankenpflegerinnen und Pfleger, Ärzte und alle die im medizinischen Bereich arbeiten und trotz des Pflegermangels den Laden wörtlich am Laufen halten, indem sie auf ihren Urlaub verzichten, Extraschichten schieben und am Limit arbeiten und der Gefahr des Virus ständig und überall ausgestzt sind.Hinzu kommen auch die Wissenschaftler in den Laboren überall auf der Welt, die verzweifelt nach einer Verminderung oder sogar Heilung des Krankheitsverlaufes des Covid-19 suchen.

Lob verdienen auch Firmen, die zum Beispiel Atemmasken spenden, und natürlich unsere Politiker, die nach Lösungen für die vielen Herausforderungen suchen, um zum Beispiel Selbstständige vor ihrer Insolvenz zu bewahren, oder die Leute, die in Kurzarbeit treten müssen und dadurch nur noch einen Teil ihres normalen Gehalts bekommen, auszuzahlen.

Ja während man zu Hause ist wartet man sehnsüchtig auf das Ende dieser Krise und möchte eigentlich sofort etwas mit Freunden unternehmen, das aber leider nicht geht, da wir Kontaktsperren haben und unsere Häuser eigentlich wenn möglich nicht velassen sollten.

Ich blicke positiv nach vorne und glaube an alle Menschen, die versuchen uns aus dieser schlimmen Krise rauszumanövrieren.