Erster „normaler“ Schultag nach der Corona Pause

Nichts ist wie vorher

von Henrike Bekaan
Diese Woche Dienstag war es soweit. Der erste Schultag für die Sekundarstufe eins nach 72 Tagen Zuhause. Aber es war nicht, wie vorher. Die Klassen trafen sich mit Abstand und Masken an verschiedenen Treffpunkten. Danach musste sich jeder Schüler und Lehrer die Hände waschen. Im Raum angekommen saß man alleine an einem Tisch. Für alle Schüler und Lehrer war dies sehr ungewohnt. Die Lehrer begrüßten die Schüler mit „Schön Euch alle wieder zu sehen! Geht es Euch gut?
Wie seid Ihr mit den Aufgaben zurecht gekommen?“. Es gab keine Partner- oder Gruppenarbeit möglich. Viele Lehrer nutzten Präsentationen, weil aus hygienischen
Gründen keine Arbeitsblätter verteilt werden durften. Viele Schüler waren der Meinung, dass es im Homeschooling viele Vor- und Nachteile gab. Man konnte lange schlafen und selbst entscheiden, wann man die Aufgaben bearbeitet. Aber genau das fiel manchen Schülern schwer. In der Schule muss man im Unterricht die Aufgaben bearbeiten und kann nicht sagen: „Ich mach das lieber später“.
Des Weiteren mussten die Schüler üben sich so zu organisieren, dass man Aufgaben, die
abgeschickt werden müssen, pünktlich bis zum Abgabetermin dem Lehrer vorliegen. Dies
ist manchmal auch eher nachts gewesen als tagsüber, wie manche Lehrer berichten.
In der großen Pause zwischen dem ersten und dem zweiten Unterrichtsblock tauschten
sich die Schüler über lustige Geschichten des digitalen Unterrichts aus. Der eine bekam
eine Nachricht von einem Lehrer, weil ein anderer Lehrer leider den Channel verlassen
hatte und man diesem einen Einladungslink schicken und noch den Lehrer zum Manager
befördern sollte.
Weiterhin fragen sich aber auch viele Schüler, wie es nach den Ferien weitergeht und
wann der Unterricht wie gewohnt ablaufen kann. Doch niemand kann darauf eine Antwort
geben. Es hilft momentan nur Abwarten.