Hohenlimburgerin belegt 3. Platz beim Zonta Club Hagen

Für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

Von Gwana Hasso

„Wir Frauen sind mindestens genauso gut wie Männer“

Celina Darmstädter belegt den 3. Platz beim Zonta Club Hagen

 

Eine Frau ist viel mehr als ein typisches Klischee beschreiben würde. Sie ist nicht nur eine Mutter, eine Schwester, eine Ehefrau, oder eine beste Freundin. Sie ist ein ganz großer Teil der Gesellschaft.

Und genau das konnte die Gymnasiastin Celina Darmstädter beweisen.

In einem Interview verrät sie uns, wie Sie auf den Zonta Club kam, wie der Wettbewerb verlief und was ihr dieser Platz bedeutet.

 

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, Celina! Kannst du uns zuerst ein wenig über den Zonta Club und den Wettbewerb erzählen?

 

Vielen Dank! Also der Zonta Club vergibt den „Young Women in Public Affairs Award“ an junge Frauen zwischen 16 und 19, die schildern, in welcher Hinsicht, sie sich engagieren und damit Frauen stark machen. Es sind Frauen, die zeigen, dass wir mehr können als nur diese typischen Klischees.

 

Wie bist du auf das Wettbewerb gekommen? Und wie lief er dann ab?

Also ich bin vor allem durch meine Stufenleiter der Q1 und durch die Schulleiterin und unsere Sekretärin darauf gekommen. Sie haben mich vorgeschlagen. Das war Mitte November-Anfang Dezember. Bis zum 30.01. habe ich meine Bewerbung eingereicht. Diese bestand zum ersten aus fünf Seiten allgemeine Fragen, die ich beantworten sollte und zum anderen aus zwei Empfehlungsschreiben. Die Empfehlungsschreiben haben für mich Herr Galon und Frau Auerbach geschrieben, wofür ich sehr dankbar bin, denn man selbst vergisst manchmal, wieviel man macht und die Beiden haben mir durch ihre lieben Worte einfach gezeigt, wie sehr unser Engagement wertgeschätzt wird. Also da kamen bei mir ein paar Tränen hoch.

Nach dem alles abgeschickt war, habe ich kurz vor Schulschluss die Information bekommen, dass ich eine Runde weiter gekommen bin. Dann gab es Ende März ein Zoom Meeting mit fünf Frauen, weil es persönlich nicht möglich war. Ich muss sagen, dass ich schon ein wenig aufgeregt war. Ich hatte die Angst, dass ich dadurch, dass ich die erste im Auswahlverfahren war, nicht in Erinnerung zu bleiben. Aber dann war es so, dass ich gleich im selben Abend die Nachricht bekam, den 3. Platz belegt zu haben.

 

Was war dein Ziel?

Ich muss sagen, ich hatte zuerst kein bestimmtes Ziel, weil ich nicht damit gerechnet habe, zu gewinnen. Aber wir Frauen werden in der Gesellschaft kleiner gemacht. Wir werden für die selben Berufe, die die Männer auch haben, schlechter bezahlt. Oder in machen Berufen werden sie nicht richtig wertgeschätzt. Wie bei einer Krankenschwester zum Beispiel. Natürlich gibt es auch Krankenpfleger, aber die meisten sind Krankenschwester. Sie bleiben für ihre Patienten da retten Leben. Vor Allem in dieser Zeit der Corona-Krise. Oder bei einer Putzfrau. Wenn wir zur Schule kommen, ist alles sauber und wir hinterlassen alles nicht gerade sauber, wenn wir nach Hause gehen. Diese Putzfrau sorgt dafür, dass wir saubere Plätze haben, in denen wir privilegiert lernen dürfen. Eine Frau muss keine Businesswoman sein, um stark zu sein. Jede Frau, egal was sie macht und was ihr Job ist, ist stark. Jede Frau hat die Stärke zu zeigen, dass sie mindestens genau so gut wie ein Mann ist. Jede Frau kann ihre Stimme erheben und sagen, dass sie stark ist. Was mir aber auch wichtig ist, ist die Gleichberechtigung. Ich will nicht sagen, dass nur Frauen stark sind. Ich möchte aber bewirken, dass die Gesellschaft auch einsieht, dass wir auch genauso gut sind. Man soll also ruhig mal sagen, dass wir Frauen einfach krass sind.

Mir war aber nicht nur die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wichtig. Wenn man sich die Welt ansieht, sieht man ziemlich viel außer Gleichberechtigung. Wir in Deutschland haben die Möglichkeit und den Segen, zur Schule gehen zu dürfen, sicher und frei zu leben und uns eine sichere Zukunft aufzubauen. Wenn ich die Möglichkeit habe, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, andere zu helfen, oder jemanden glücklich zu machen, werde ich nicht zweimal nachdenken. Wenn ich gefragt worden wäre, was ich an der Welt ändern möchte, würde ich diese Gerechtigkeit nennen. Das ist auch der Grund, weshalb ich bei allem, was ich mache, so viel Energie und Liebe reinstecke.

 

Wow! Wie war das Gefühl für dich, den dritten Platz belegt zu haben und was bedeutet dir dieser Sieg?

 

Wir wissen alle, wie bedrückend alles gerade ist. Man kann seine Freunde nicht sehen, nicht in die Schule gehen und seinen Alltag nicht wie gewohnt führen. Ich war an dem Abend spazieren und habe da die Nachricht erhalten. Ich konnte nicht aufhören zu grinsen. Selbst wenn ich das jetzt erzähle, habe ich ein bereits Grinsen auf dem Gesicht. Als ich dann zu Hause war, bin ich wie ein kleines Kind hochgesprungen. Ich wusste, dass die Freude wahr war. Ich habe auch mitgeteilt bekommen, dass man beim dritten Platz auch eine Geldsumme von Circa 150 bis 200€ bekommt. Aber das war für mich das Unwichtigeste. Für mich war/ist die Wertschätzung, die ich bekommen habe, wertvoller als jede Geldsumme. Eine Sache, die ich auch gerne weiterleiten möchte, ist jedem zu sagen, dass man sich selbst auch gerne loben darf. Dieser Sieg zeigte mir einfach, dass ich eine Stimme habe, mit der ich gerne sagen möchte: “ Glaubt an euch selbst!“.