Zwischen Schlammpackung, Wattwurm und Maskenpflicht

Klassenfahrten der Jahrgangsstufe 7 setzen wichtiges pädagogisches Zeichen

Greenlionz-Redaktion

Lange standen die traditionellen Klassenfahrten auf der Kippe. Für zwei von drei Klassen der Jahrgangsstufe 7 gab es dann jedoch grünes Licht. Das Ziel: Norddeutschland!

Die Klasse 7c reiste via Zug nach St. Peter Ording und wurde von den Lehrkräften Franziska Wasser und Christian Rasche begleitet. Nach langer Anreise wurden die Schülerinnen und Schüler mit bestem Wetter und hervorragender Verpflegung belohnt. Die unmittelbare Nähe zur Nordsee wurde am zweiten Tag für eine ausgiebige Deich-Wanderung genutzt. Dass es am Ende fast 16 Kilometer wurden, konnte vorher keiner ahnen und sorgte für teils lahme Beine. Dennoch lohnte sich der Tag. Gleich mehrere Stunden verbrachten die Kinder am Strand und am Wasser. Auch Spielplätze wurden gekapert.

Der Mittwoch und Donnerstag standen im Zeichen Norddeutscher Klassiker: Wattwanderung, Robbenfahrt, Wattmuseum.
Viele der mitgereisten SuS waren noch nie im Watt. Unter fachkundiger Führung wurde der Schlick untersucht, Seesalat probiert und Krebse gefangen. Schlammige Füße und die ein oder andere Schlammmaske durften nicht fehlen.

Am Donerstag stach die 7c in See. Auf der Eider wurden die Robbenbänke angesteuert. Die Seehunde nahmen die Abstandsregeln offenbar sehr ernst. Zu sehen waren sie nämlich zunächst nicht. Erst auf der Rückfahrt konnte einer der flinken Meeresbewohner an der Wasseroberfläche ausfindig gemacht werden. Ein ausgeworfenes und kurze Zeit später wieder eingeholtes Netz offenbarte, was am Meeresboden sein Unwesen treibt. Schollen, Garnelen und Schnecken konnten von den Mitreisenden bestaunt werden. Selbstverständlich wurden die Tiere wieder zurückgesetzt. Ein anschließender Ausflug in das Multimar Wattforum bot die Möglichkeit, spannende Einblicke in die Besonderheiten des Lebens an und in der Nordsee zu erhalten.

Auch wenn die Corona-Schutzmaßnahmen viele Dinge auf einer Klassenfahrt unmöglich erscheinen lassen, so ist es dennoch ein wichtiges pädagogisces Signal gewesen. Trotz Beschränkungen sind sich die Schülerinnen und Schüler der 7c einig: „Unsere Klassengemeinschaft hat sich auf jeden Fall noch einmal verbessert. Wir sind froh, dass wir gefahren sind!“, lautete der einstimmige Tenor auf der Rückfahrt.

Nach neunstündiger Rückfahrt mit diversen Hindernissen konnten die Schülerinnen und Schüler am Freitag ihre Familien wieder in die Arme schließen.