Nach dem Abitur beginnt ein neuer Lebensabschnitt

Recht und Gesetz: Anfangen bei der Polizei

Von Laura Bergmann

Abiturientin Laura Bergmann

„Abitur und was dann???“ Die Frage hörte ich in den letzten zwei Jahren ziemlich häufig. Meine Antwort auf diese Frage konnten viele nicht verstehen, denn einige sind stets ihrem Traum nachgeeifert. Doch ich besaß nie einen Traumberuf, hatte nie eine Vorstellung, was aus mir mal werden sollte, bis das Abitur immer näher kam und die Zeit wie im Fluge verging. Ich stoß durch eine Freundin, die mich inspirierte, auf den Beruf der Polizei, in dem auch zwei meiner Familienmitglieder bereits tätig waren. Deren Anekdoten und Erzählungen inspirierten mich noch mehr und weckten mein Interesse, sodass ich beschloss mich bei der Polizei zu bewerben und für das Gesetz einzustehen.

An drei Dienstagen musste ich meine Fähigkeiten und meine Fitness bei der Polizei unter Beweis stellen. Glücklicherweise hat alles funktioniert und ich habe eine Einstellungszusage bekommen. Vor gut zwei Wochen habe ich erfahren, dass mein Ausbildungsort Hagen ist, darüber habe ich mich sehr gefreut, denn so kann ich weiterhin bei meinen Eltern wohnen und mein erstes Gehalt sparen. Also passt demnächst auf, wenn ihr zur Schule fahrt, denn ich kenne keine Gnade  .

Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob dies wirklich der richtige Beruf für mich sei. Doch ich bekam viel Zuspruch und denke, ich bin den Aufgaben gewachsen. Schließlich bin ich schon einmal durch das Auswahlverfahren gekommen. Trotz alledem, habe ich sehr viel Respekt vor dem dualen Studium. Ich möchte ungern Fehler machen, auch, wenn dies keine Schande darstellt, denn jeder macht mal Fehler! Vieles habe ich mir bisher vorgestellt, wie es eigentlich in der Realität gar nicht ist. Aber man lernt nie aus und so freue ich mich, neue Erkenntnisse zu sammeln und Erfahrungen zu machen.

Auch, wenn dies nicht einfach ist, schließlich hört man aus vielen Ecke „Die Ausbildung ist kein Zuckerschlecken!“ Und genau da gehen mir die meisten Gedanken durch den Kopf. Wie viel muss ich wissen und auch immer im Kopf abrufbar haben? Ich meine, ich muss viel mehr in meinem Langzeitgedächtnis behalten, als im Kurzzeitgedächtnis, wie es oftmals in der Schule ausgereicht hat. Wie werden die Theoriestunden in der Fachhochschule aussehen? Inwiefern wird die Theorie in Selm bei der Praxis angewandt? Und vor allem, wie wird es dann wirklich sein, wenn es mal so weit ist und man wirklich auf der Straße in einem Streifenwagen sitzt und den ersten Einsatz hat? Aber um sich darüber Gedanken zu machen, ist noch genug Zeit.

Voller Vorfreude werde ich nun, geplagt von einigen Gedanken und Fragen, auf den Einstieg in einen neuen Lebensabschnitt fiebern. In guten zwei Wochen starte ich nun. Doch auch bezüglich Corona mache ich mir einige Gedanken… Wird es zunächst wie in der Schule sein, dass man mit Maske in einem Raum an der FH sitzt oder gibt es online Seminare und -unterricht? Ist es überhaupt möglich alle kennenzulernen oder wird das Kennenlernen über die Ausbildungsjahre hinweg erst möglich sein?

Doch eins ist klar: Die Corona-Pandemie wird uns noch eine Zeit lang begleiten, denn nichts ist normal, wie es vielleicht oft scheint. Der Unterricht, die Ausbildung und das Studium können nicht wie in den vorherigen Jahren normal durchgeführt werden. Die besondere Situation braucht besondere Regeln. Und wenn wir wollen, dass alles schnell wieder vorbei ist und wieder normal ablaufen kann, sollten wir uns an diese Regeln halten. Uns sollte klar sein, dass wir uns nicht nur um uns kümmern und sorgen, sondern auch um unsere Mitmenschen. Jeder will und braucht einen geregelten Weg.

So ist dieser in diesem Jahr nur unter bestimmten Regeln zu beschreiten. Ich wünsche allen neuen Fünfern und meinen Stufenkameraden alles Liebe und Gute für ihr neuen Lebensabschnitt!