Abi, was dann? Miriam Knoke taucht in die bunte Welt der Chemie ein

Abi 2020 – Was dann?

Der Abiturjahrgang 2020 hat längst die heiligen Hallen unserer Schule verlassen. Neuer Lebensabschnitt, neue Freunde, neue Herausforderungen… Doch was genau treiben unsere frischgebackenen Ehemaligen in der Ferne? Wir haben nachgefragt.

Von Miriam Knoke

Hallo, ich bin Miriam und ich habe dieses Jahr am GymHo mein Abi gemacht. Ich möchte Euch ein bisschen erzählen, was ich jetzt nach meinem Abi so mache und wo ich mal hin will.

Also fangen wir ganz am Anfang an: Ich habe im Juni mein Abiturzeugnis in den Händen gehalten und es war ursprünglich mein Plan bereits ein paar Wochen danach in ein Flugzeug zu steigen, um für ein Jahr als Au-pair in New York in den USA zu leben und zu arbeiten. Leider war mir das aufgrund der Corona-Situation nicht möglich, was ich ehrlich gesagt bis heute ziemlich doof finde. Ich drücke Euch natürlich die Daumen, dass es im nächsten Sommer besser aussieht und Ihr die Möglichkeit zu einem Auslandsjahr habt. Sollte das aber aus welchen Gründen auch immer nicht klappen, dann macht Euch keinen Kopf. Es finden sich tolle Alternativen wie ein FSJ oder in eine andere Stadt ziehen.

Da meine Idee mit dem Auslandsjahr dann vom Tisch war, musste ich mich ziemlich schnell umorientieren und habe dann beschlossen direkt zu studieren. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass das auch seine Vorteile hat, vor allem bei einem langen Studium.

Ich studiere jetzt seit Oktober Chemie an der Ruhr-Universität in Bochum und ich kann nur Werbung dafür machen, auch Unis hier in der Gegend in Betracht zu ziehen. Ich habe mich, mal wieder wegen Corona, dazu entschieden zuerst einmal hier in der Nähe zu bleiben, statt sofort wegzuziehen. Allerdings gibt es natürlich auch viele tolle Gründe wegzuziehen. Für meinen Studiengang ist die RUB eine der Unis mit den besten Möglichkeiten. Es lohnt sich also sehr bei der Wahl des Studienorts speziell darauf zu achten, wie die Uni in dem gewählten Studiengang im Vergleich so darstellt.

Ich selbst bin jetzt also im ersten Semester meines Chemie-Bachelor-Studiums. Ich habe aktuell vier verschiedene Vorlesungen mit entsprechenden Übungen: allgemeine Chemie, analytische Chemie, Physik und Mathematik. Im Februar werde ich außerdem das Einführungspraktikum in allgemeiner Chemie machen. Generell lässt sich sagen, dass ein Studium viel Eigeninitiative erfordert. Ich will allerdings auch nicht verschweigen, dass man auch Zeit zum Herumhängen und Treffen mit Freunden hat. Ich arbeite außerdem nebenbei als Aushilfe, was sich auch ganz gut mit einem Studium vereinbaren lässt.

Was ich auch noch gerne erzählen möchte, ist, dass ich seit September Preisträgerin der Arthur-Loose-Stiftung für dieses Jahr bin. Wenn für Euch ein naturwissenschaftlicher Studiengang infrage kommt, solltet Ihr Euch auf jeden Fall überlegen Euch dort zu bewerben. Die Stiftung fördert ausschließlich Schüler*Innen unserer Schule und ich könnt Euch nach Eurem Abi über das Sekretariat bewerben. Falls es Fragen dazu gibt, könnt Ihr gerne auf mich zukommen.

Als letztes möchte ich noch sagen, dass auch ich mir sehr lange Zeit nicht sicher war, was ich nach der Schule machen will. Man braucht sich da aber echt keinen Stress machen, sondern sollte lieber in Ruhe überlegen, was man sich vorstellen kann.

Ich wünsche Euch viel Glück!