Abi, was dann? Julia Lippok: Duales Studium im Gesundheitsmanagement

Abi 2020 in der Tasche – Aber was nun?

Der Abiturjahrgang 2020 hat längst die heiligen Hallen unserer Schule verlassen. Neuer Lebensabschnitt, neue Freunde, neue Herausforderungen… Doch was genau treiben unsere frischgebackenen Ehemaligen in der Ferne? Wir haben nachgefragt.

Von Julia Maria Lippok

Wie bei gefühlt allen, kam bei mir auch die Frage auf „Was mache ich nach dem Abi?“ und jedes Mal, als diese Frage kam, war meine Antwort: „Ich möchte eigentlich in die Pharmazie, aber da der NC recht hoch ist und ich kein Abitur mit einer eins vor dem Komma bekomme, will ich trotzdem irgendwas im Gesundheitswesen machen.“

Und dann fing das Überlegen an. Machst du eine Ausbildung oder studierst du?

Am Anfang hatte ich vor eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin zu machen. Dafür habe ich mich also beworben und kam dabei auf die Warteliste. Nun also die Frage „Was machen wir, wenn wir nicht angenommen werden?“ Also habe ich weiter recherchiert. Natürlich allerdings weiter im Gesundheitsbereich.

Dabei stieß ich auf den Studiengang Gesundheitsmanagement, welcher in einem dualen Studium angeboten wurde. Da ich diesen Studiengang nicht kannte, habe ich mich erstmal darüber informiert. Ich habe mir dann auch von der Hochschule Infomaterial zukommen lassen und habe echt Gefallen daran gefunden. Also habe ich mich an der Hochschule angeschrieben, da mir das Konzept des dualen Studiums sehr gefallen hat.

Letztendlich habe ich sowohl für die Ausbildung als auch für das Studium einen Platz bekommen und musste mich nun entscheiden. Da ich der Meinung war, dass ein Studium mir in der Zukunft mehr bringen wird, habe ich mich für den Studiengang entschieden und habe mich dann, mithilfe meines Studienberaters, auf die Suche nach einem Praxispartner gemacht.

Dies war allerdings alles andere als leicht, da viele Praxen, Krankenhäuser, etc. das Prinzip des Studienganges Gesundheitsmanagement als duales Studium gar nicht kannten und somit die Bewerbungen sofort abgeblockt hatten. Zudem war es hinsichtlich der derzeitigen Lage mit Corona ein weiteres Hindernis, da viele Unternehmen keine neuen Arbeiter eingestellt haben.

Nachdem ich also einige Absagen bekommen habe, wurde ich letzten Endes doch zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, welches mein Erstes und einziges war.

Nun arbeite ich seit September in der Verwaltung der kath. Krankenhäuser Hagen und der kath. Kliniken im Märkischen Kreis, wo ich im Controlling tätig bin und dort jeden Montag bis Mittwoch in den kommenden 3 ½ Jahren verbringen werde.

Auch, wenn ich nun nicht das mache, was eigentlich mein Wunsch war, bin ich umso glücklicher, dass ich irgendwas gefunden habe, was mir genauso Spaß macht. Ich habe nette Kollegen, einen netten Chef und stehe gerne jeden Tag zur Arbeit auf, was meiner Meinung nach das Wichtigste ist.

Ich kann euch also nur auf den Weg geben, dass ihr euch ausprobieren sollt. Sollte euer Wunschplan aus einem bestimmten Grund nicht funktionieren sollen, dann sucht euch was Neues, wo ihr euch denkt „Das könnte mir auch Spaß machen.“