Digitaler Wandel – Lehrer bekommen Dienst-iPads

„Es sieht momentan noch ganz stylisch auf meinem Schreibtisch aus und ist ganz traurig, dass ich lieber zu meinen angestammten Geräten greife.“

Seit einiger Zeit sind die Lehrerinnen und Lehrer des GymHo nun mit iPads ausgestattet. Neben den Smart TV´s, die die Schule schon länger besitzt, können die Lehrer nun auch Dateien an den iPads anlegen und diese mithilfe des Fernsehers den Schülern präsentieren.

Die iPads sind von der Marke Apple, was für den ein oder anderen kleine Schwierigkeiten mit sich bringt. Demnach müssen sich viele Lehrerinnen und Lehrer erst einmal mit dem neuen Endgerät beschäftigen, da sie zuvor nicht mit Apple, sondern unter anderem Windows gearbeitet haben. So hat sich Frau Kleinert bereits mit dem iPad auseinandergesetzt, ist jedoch noch am Anfang. „Die ganzen Tastenkombinationen sind neu. (Ich habe z. B. ewig das @-Zeichen gesucht.) Wo ist was wie hinterlegt/Wo finde ich was? Wie kriege ich das Gerät mit anderen verbunden? Was kann ich wie und wo einstellen?“

Damit einher geht das Problem, dass die Apple-Geräte nicht problemlos mit den Samsung Fernseher in der Schule verbunden werden können, wie Herr Fröhlich mitteilt. „Bei Problemen haben wir aber kompetente Ansprechpartner im Kollegium.“, so Frau Krüsemann. Eine Teilnahme an entsprechenden Fortbildungen zur Nutzung von iPads im Unterricht, wäre hier auch sinnvoll, um zum einen den Umgang mit dem Gerät zu lernen, aber auch, um fächerspezifische Ideen einzubauen.

Es gibt, vor allem von und für Apple-Geräte, sehr viele Ideen für die Nutzung in verschiedenen Fächern. „Leider hatte ich mit meiner Bitte eines pädagogischen Tages, um in die unendlichen Weiten und Möglichkeiten des Geräts eingeführt zu werden, kein Erfolg.“ Jetzt belegt Frau Kleinert eine freiwillige und öffentliche Fortbildung am Nachmittag und Abend, bei denen im Schnitt 170 Leute aus ganz Deutschland teilnehmen, und nimmt am Ende für sich und ihre Arbeit kaum etwas mit.

Neben dem alltäglichen Unterricht müssen nun einige Dinge mit dem Dienstgerät verwaltet werden, zum Beispiel Klassenlisten, Notenlisten oder Ähnliches. Dazu stehen den Lehrern die bereits vorhandenen Apps Schulcloud und itslearning zur Verfügung. Denn wie Frau Krüsemann schildert, laufen die Schulprogramme Kurs, Lupo und Schild nicht auf den Apple-Geräten, weshalb viele Lehrer, wie auch Frau Sayn und Herr Fröhlich, zu Hause mit ihren privaten Geräten arbeiten.

Bei den Statements kommt die Frage auf, warum die Schule überhaupt Apple-Geräte angeschafft hat?! Die Stadt Hagen hat für alle Schulen, die bisher keine Endgeräte hatten, flächendeckend iPads akquiriert. Warum die Stadt sich letztendlich für Apple entschieden hat, ist fraglich. Aufgrund der Schulfernseher (vor allem Samsung) wäre hier ein anderes Gerät sinnvoller gewesen. Schließlich müssen jetzt noch zusätzlich entsprechende Adapter besorgt werden, die kompatibel mit beiden Geräten sind.

Dennoch ist die Freude den Lehrerinnen und Lehrern ins Gesicht geschrieben. „Das iPad ist eine gute Unterstützung, insbesondere durch GoodNotes, da hierdurch die Korrektur von digitalen Schülerergebnissen erheblich erleichtert wird.“, so Herr Schumacher. Neben GoodNotes sollen auch andere Apps von der Schule beziehungsweise der Stadt bereitgestellt werden, auf die sehnlich gewartet wird.

Hinzu kommen einige Wunschapps, die fächerspezifisch dem ein oder anderen Lehrer den Unterricht wesentlich erleichtern können. So wünscht sich Frau Sayn unter anderem GeoGebra. „Dann gibt es noch einige Apps für Physik bzw. allgemein Naturwissenschaften, die ich ziemlich gut finde, ebenso die digitalen Unterrichtsassistenzen diverser Schulbücher.“