Foodlionz – Der Foodblog!

Konfuzius sagt(e) oder soll gesagt haben?! Egal…“Essen ist die reinste Freude“! Und weil er damit absolut richtig liegt, haben wir eine neue Rubrik ins Leben gerufen: Der Foodlionz-Foodblog!
Hier gibt es nicht nur Rezepte, sondern allerlei Außergewöhnliches rund um das Thema Essen. Regelmäßig werden wir euch mit neuen und interessanten Trends, Tipps und Kuriositäten versorgen.

Teil 1: Süßer Genuss aus Österreich

Fluffiger Wiener Kaiserschmarrn

Wenn es ums Essen geht, haben die Österreicher definitiv eine Topplatzierung unter den europäischen Küchen verdient. Unfassbar, was die Gourmets der Alpen so auf den Teller zaubern. Der Kaiserschmarrn ist definitiv ein absolutes Traditionsgericht. Aber woher stammt der seltsame Name? FUNFACT: Was heute so lecker aussieht, ist das Resultat eines Streits zwischen Koch und Kaiser. Aber das ist nur eine von zahlreichen Legenden, die sich um die Süßspeise ranken. Wir haben ein wenig recherchiert und versuchen aufzuklären:

Variante 1:
Die verschiedenen Entstehungsgeschichten stimmen alle zumindest in der Meinung überein, dass der Ursprung des Kaiserschmarrns ein Missgeschick war. Die wohl bekannteste Legende handelt von einem Hofküchen-Patissier, der, um ein neues leichtes Dessert für die Kaiserin zu kreieren, mit Omelettenteig experimentierte. Dabei misslang aber der Palatschinken und er stülpte aus Ärger eine Servierglocke darüber. Ein Diener dachte daher, dass das Gericht fertig sei und servierte es dem Kaiserpaar, welches recht erstaunt die missglückte Kreation betrachtete und fragte: „Was ist das denn für ein Schmarrn?“. Der Diener, schlagfertig genug, antwortete blitzschnell: „Das ist ein Kaiserschmarrn“. (vienna-trips.at)

Variante 2:
Der Leibkoch des österreichischen Kaisers Franz Josef wollte in Ischl speziell für die Kaiserin Sissi etwas Lockeres, Leichtes kreieren. Deshalb bereitete er einen luftigen Teig aus Eier, Milch und Mehl, verfeinerte ihn mit Rosinen und Zucker und servierte ihn als „Kaiserinnenschnarrn“.Diese Version der Legende besagt, der Kaiser habe sich verhört und „Kaiserschmarrn“ verstanden. Die andere: Die Kaiserin, die ja immer auf ihre Linie achtete, habe nur wenig von dem Schmarrn gegessen. Woraufhin der Kaiser gesagt haben soll: „Na geb’ sie mir halt den Schmarrn her, den unser Leopold da wieder zamkocht hat“. Dieser „Schmarrn“ mundete dem Monarchen vortrefflich, sodass er fortan als Kaiserschmarrn bezeichnet wurde. Eine weitere Legende: Dem Hofkoch missglückte die Zubereitung eines Palatschinkens. Der Teig wurde schnell zerrupft und mit Rosinen und viel Staubzucker als neue Kreation, als Kaiserschmarrn, serviert. (www.br.de)

Völlig unspektaulär klingt hingegen diese Herleitung…:

Wahr ist höchstwahrscheinlich, dass der ganze Schmarrn nichts mit dem Kaiser zu tun hat, sondern der Name von „Kaserschmarrn“ kommt. Diese einfache, deftige Almspeise der Senne, auch Kaser genannt, wurde auf den Hochalmen über offenem Feuer zubereitet. Schmarrn, das ist laut Bayerischem Wörterbuch nichts anderes als eine “Art trockner Mehlspeise, aus zerbröckelten Brot- oder Semmmelkrumen, zerstoßenem Pfannkuchen und aus Mehl.“ Auch in Bayern waren Semmelschmarrn, Griesschmarrn, Topfenschmarrn und noch viele weitere Versionen ein alltägliches Essen. Schmarrn steht für zerupften, in der Pfanne zerkleinerten Teig, der tendenziell eher minderwertig war. Daher die Ausdrucksweisen „so an Schmarrn“ oder „red‘ nicht so an Schmarrn“. Wohl waren es der Wiener Schmäh und vielleicht auch die Fremdenverkehrswerbung, die aus dem Kaser einen Kaiserschmarrn machten. Ein

Egal, wem man nun Glauben schenkt. Fakt ist, dass dieses Gericht unfassbar lecker ist, daher findet ihr nachfolgend eins von vielen Rezepten, um dieses legendäre Gericht nachzukochen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Von Vassiliki Papenburg

Du benötigst:

  • einen Handmixer
  • Schneebesen
  • zwei große Schüsseln
  • eine große, tiefe beschichtete Pfanne mit einem Deckel
  • ein großes Brett zum Zerteilen
  • zwei Pfannenwender

Zutaten für zwei Personen:

  • 6 Eier
  • 1,5 Prisen Salz
  • 3 EL + 3 Prisen Zucker
  • Vanillezucker (eine Packung)
  • etwas Zitronenschale
  • 150 ml Milch
  • 150 g Mehl
  • 4,5 Schuss braunen Rum (optional)
  • ca. 45 g Rosinen (optional)
  • 3 EL Butter
  • Puderzucker
  • Zwetschgenmarmelade
  1. Eigelb und Eiweiß trennen. Anschließend eine Prise Salz und drei Esslöffel Zucker zum Eiweiß geben und schaumig schlagen (nicht zu steif).
  2. Zum Eigelb Vanillezucker und Milch dazu geben und mit einem Schneebesen verrühren. Etwas Zitronenschale in den Teig reiben. Dann das Mehl unterrühren, sodass ein dickflüssiger Brei (ähnlich einem Pfannkuchenteig) entsteht.
  3. Nun das Eiweiß vorsichtig unter das Eigelb rühren. Währenddessen die Butter in die Pfanne geben und erhitzen, bis die Butter flüssig ist. Danach die Pfanne auf mittlere Hitze herunterstellen und den Teig so schnell wie möglich in die Pfanne geben, damit er nicht zusammenfällt. Wichtig: Die Pfanne mit einem Deckel bedecken!
  4. Den Kaiserschmarrn wenden, wenn sich am Rand eine Kruste bildet und er oben schon leicht gestockt ist. Die Rosinen mit einem Schuss Rum beträufeln und vor dem Wenden über den Teig streuen.
  5. Wenn der Kaiserschmarrn dunkelbraun von beiden Seiten angebraten wurde, ihn herausnehmen, auf ein Brett legen und anschließend mit zwei Pfannenwendern zerreißen. Parallel dazu drei Prisen Zucker in der Pfanne karamellisieren. Nun den restlichen Rum in die Pfanne geben, den zerteilten Kaiserschmarrn hinzugeben und darin schwenken.   
  6. Zum Schluss den Puderzucker drüberstreuen und mit Zwetschgenmarmelade servieren. Guten Appetit!