Blogger spricht mit Schülern über Rassismus

Politikwissenschaftler Said Rezek besucht Gymnasiasten. Workshop des Kommunalen Integrationszentrums Hagen

Von Henrike Bekaan

Das Gymnasium Hohenlimburg bekam jüngst Besuch von Said Rezek. Der Politikwissenschaftler und freie Journalist leitete einen Blogger-Workshop gegen Rassismus und Hassrede. Das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen hatte den Besuch im Rahmen des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ organisiert, um Schulen in ihrer Arbeit gegen Rassismus und Hassrede zu unterstützen. In dem Workshop zeigte Rezek den Gymnasiasten mit praktischen Beispielen, Übungen und Lösungen, wie Blog-Beiträge im Internet gegen Rassismus und für eine vielfältige Gesellschaft produziert werden können. Außerdem wurde den Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen 7 bis 11 gezeigt, wie man spezielle Betragsformen für soziale Netzwerke einsetzen kann. Said Rezek erzählte außerdem von seinen eigenen Themen beim Bloggen gegen Rassismus und erklärte den Schülerinnen und Schülern mit welchen Mitteln man sich vor Risiken in den sozialen Netzwerken schützen kann. Die Schülerinnen und Schülern tauschten sich mit Said Rezek über Fragen wie „Was ist eigentlich Rassismus für mich persönlich?“ aus. Rassismus fängt für die Schüler dort an, wo Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer Hautfarbe oder ihrer Kultur ausgegrenzt, angegriffen oder verurteilt werden, haben sie festgestellt. Dann Schüler waren sich einig und erzählten, dass sie finden, dass Rassismus alle Menschen etwas angeht. Dabei betonte auch Said Rezek: „Ich bin kein Einzelfall, der von Rassismus betroffen ist“. Er habe Rassismus bisher aus zwei Perspektiven miterlebt. Einerseits als Beobachter und andererseits als Betroffener. Auch einige Schülerinnen und Schüler teilten ihre Erfahrungen mit Rassismus. „Auch wir können in sozialen Medien auf das Thema Rassismus aufmerksam machen“, betonte eine Schülerin mit Blick auf „#meetoo“. Am Ende des Workshops war die Resonanz positiv. „Mir hat vor allem auch die Kooperation zwischen uns Schülerinnen und Schülern gefallen“, so eine Teilnehmerin.

(Quelle Westfalenpost)