Geschichte

„res gestae“ – die geschehenen Dinge

Das Fach Geschichte liefert mit der Betrachtung, Interpretation und Bewertung des Geschehenen und Vergangenen einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Grundbildung eines jeden Staatsbürgers, denn die Kenntnis der Vergangenheit ist eine wichtige Handlungsanleitung für Gegenwart und Zukunft. Am Gymnasium Hohenlimburg hat dieses Fach folglich einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt stellt es eine wichtige Komponente zur Erfüllung des Auftrags zur Erziehung zur Demokratie und Freiheit dar, wie Artikel 7, Absatz 2 der Landesverfassung Nordrhein-Westfalens es fordert.

Wann wird das Fach Geschichte unterrichtet?

Am Gymnasium Hohenlimburg findet Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe I in den Jahrgangsstufen 6 bis 9 statt, wobei in den Jgst. 6 und 9 zweistündig, in der Jgst. 7 einstündig und in der Jgst. 8 einstündig mit einer zusätzlichen Ergänzungsstunde unterrichtet wird.

In der Oberstufe ist Geschichte ein Wahlpflichtfach des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes, das auch schriftliches oder mündliches Abiturfach werden kann. Aufgrund des besonderen Verfassungsauftrags des Fachs müssen alle Schülerinnen und Schüler in der Qualifikationsphase zumindest ein Jahr lang das Fach belegen, entweder als reguläres Fach oder als Zusatzkurs in der Q2.

Unsere Themen im Fach Geschichte

Im Fach Geschichte werden, grob gesagt, die aus europäischer und deutscher Perspektive wichtigsten historischen Ereignisse bis in die Gegenwart betrachtet. Von antiken Hochkulturen über das Mittelalter bis hin zu den bedeutendsten Gegenwartsthemen wie Französische Revolution oder Nationalsozialismus. Damit wird auch die historisch-politische Grundbildung sichergestellt.

Welche Kompetenzen fördert das Fach Geschichte?

Der Schwerpunkt der Kompetenzentwicklung im Fach Geschichte liegt in der Herausbildung von reflektiertem Geschichtsbewusstsein und dem Aufbau von historischer Kompetenz, also jenen fachspezifischen Fähigkeiten, die erforderlich sind, um

Phänomene als historisch bedeutsam zu erfassen, diese Phänomene (möglichst) selbstständig zu

untersuchen, Zusammenhänge und Zeitverläufe zu deuten, gewonnene Erkenntnisse darzustellen,

Folgerungen für Gegenwart und Zukunft zu ziehen und am öffentlichen Diskurs teilzunehmen (KLP, S.

18). Es findet hierbei die Entwicklung von Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen statt.

Und was tun wir darüber hinaus?

Am Gymnasium Hohenlimburg wird der Geschichtsunterricht auch im außerunterrichtlichen Bereich unterstützt. Eine besondere Bedeutung haben hierbei Exkursionen. So gehören Besuche des Wasserschlosses Werdringen in der Jahrgangsstufe 6 oder des Haus der Geschichte in Bonn in Jahrgangsstufe 9 zu regelmäßigen Veranstaltungen, neben weiteren Fahrten, wie etwa zu den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs oder Gedenkstättenfahrten.


Exkursion der Q1 zur Gedenkstätte Buchenwald

„Wirklich tot sind nur jene, an die sich niemand mehr erinnert.“

Jüdisches Sprichwort

Geschichte erleben und buchstäblich begreifen, Ereignisse erinnern und reflektieren, Schicksale nachvollziehen und lebendig halten – das wollen wir mit Unterrichtsgängen zu Schauplätzen der Geschichte erreichen.

Buchenwald

Im Schuljahr 2017/2018 findet auf Wunsch der SchülerInnen aus dem Leistungskurs Geschichte und den zwei Grundkursen im Rahmen der Vorgaben des Kernlehrplans zum Inhaltsfeldes 5 „Die Zeit des Nationalsozialismus – Voraussetzungen, Herrschaftsstrukturen, Nachwirkungen und Deutungen“ eine zweitägige Exkursion in der vorletzten Schulwoche zur Gedenkstätte Buchenwald, dem ehemals größten Konzentrationslager zur Zeit des Nationalsozialismus auf deutschem Boden nahe Weimar, statt.Das Gymnasium Hohenlimburg ermöglicht seinen SchülerInnen der Oberstufe im Rahmen des Geschichtsunterrichts Exkursionen zu Originalschauplätzen der Geschichte.

In der Gedenkstätte steht ein tagesfüllendes Programm an: Neben einer zweistündigen Führung über das Gelände wird ein Film zur Geschichte des Konzentrationslagers gezeigt. Im Anschluss wird die Dauerausstellung „Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945“ besichtigt.

Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Gymnasiums Hohenlimburg und dessen Unterstützung können die Kosten pro SchülerIn gering gehalten werden.

Quellen:

– Bildquelle: Sebastian Kahnert, dpa. Auf: https://www.thueringen24.de/weimar/article211250687/Schicksal-Buchenwald-Vor-80-Jahren-erste-Haeftlinge-im-KZ.html (30.06.2018).

– Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/ Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen Geschichte, Düsseldorf 2014, S. 19.

Schulinternes Curriculum Geschichte Sek I Hier einsehen

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