Von Lukas Schumacher
Nach dem Sieg im Regionalfinale der Altersgruppe II in Hamm im Februar stand für Emma Ende März – unmittelbar vor dem Bundesfinale des Fremdsprachenwettbewerbs, bei dem sie den 1. Platz als beste Französisch sprechende Schülerin belegte – zunächst das Vorbereitungsseminar in Kronenburg in der Eifel an. Dort wurden die Regionalsieger:innen intensiv auf die Debatten auf Landesebene vorbereitet.

Direkt im Anschluss an den Fremdsprachenwettbewerb ging es für Emma weiter an die Ruhr-Universität Bochum, wo die Landesqualifikation stattfand. Dort überzeugte sie mit starken Debattenbeiträgen und qualifizierte sich schließlich als Nachrückerin für das Landesfinale im Düsseldorfer Landtag.
Nach den Osterferien führten Emma Ortak, Marie Kloweit, Per Füchtjohann und Simona Rommel gemeinsam mit Herrn Schumacher in Gevelsberg einen Workshop für Lehrkräfte zu Jugend debattiert durch. Darüber hinaus stellten sie das Projekt in einem Vortrag den Koordinator:innen aller weiterführenden Schulen im Bereich der Beruflichen Orientierung in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis vor. Dabei wurde erneut deutlich, welchen hohen Stellenwert Jugend debattiert auch für die berufliche Orientierung besitzt. Unsere Schüler:innen erhielten dabei durchweg positives Feedback, und sowohl der Workshop als auch der Vortrag stießen bei allen Beteiligten auf große Resonanz.

Am 27.04.2026 ging es schließlich in den Landtag nach Düsseldorf. Da alle Debattant:innen einsatzfähig waren, musste Emma nicht einspringen und konnte stattdessen die beiden Finaldebatten verfolgen.
Zunächst diskutierten die Finalist:innen der Altersgruppe I die auch an unserer Schule hochaktuelle Frage:
„Sollen Schüler:innen zu Beginn des Schultages ihr Smartphone abgeben müssen?“
Im Anschluss folgte eine beeindruckende Debatte der Altersgruppe II zur Frage:
„Soll der Besuch des Kindergartens für Kinder ab drei Jahren verpflichtend sein?“
Die Bedeutung von Jugend debattiert wurde dabei sowohl von der Vizepräsidentin des Landtags, Berivan Aymaz, als auch von Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und zugleich Jurymitglied, hervorgehoben. Frau Feller sagte abschließend:
„Wer debattieren lernt, lernt zuzuhören, Argumente abzuwägen und andere Perspektiven zu respektieren. Genau das macht ‚Jugend debattiert‘ so wichtig. Der Wettbewerb stärkt sprachliche Fähigkeiten, Urteilskraft und demokratisches Denken. Die Schülerinnen und Schüler haben heute im Landtag Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll gezeigt, mit wie viel Sachverstand, Fairness und Engagement junge Menschen gesellschaftliche Fragen diskutieren.“

Persönlicher Dank
An dieser Stelle möchte ich mich als Schulkoordinator noch einmal ganz herzlich bei euch allen bedanken, dass ihr unser großartiges Jugend-debattiert-Projekt seit mittlerweile fünf Jahren auf so vielfältige Weise mitgestaltet und unterstützt.
Ob durch das Debattieren selbst, die Bereitschaft, sich als Jugend debattiert-Lehrkraft zu qualifizieren – und davon haben wir inzwischen erfreulich viele –, die Mitgestaltung der Workshops, das Jurieren und Zeitnehmen, die Unterstützung unseres Schulwettbewerbs (ein herzlicher Dank geht dabei auch an den Förderverein), das Übernehmen von Vertretungsstunden oder durch viele weitere Beiträge: All das macht unser Projekt erst möglich.
Jugend debattiert wäre ohne euch nicht denkbar. Deshalb gilt mein großer Dank euch, liebe Schüler:innen und Kolleg:innen, ebenso wie unserer Schulleitung, die das Projekt von Beginn an bedingungslos unterstützt.
